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Jesenwanger Ortsdurchfahrt nach Sanierung freigegeben

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Von: Andreas Daschner

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Straßenfreigabe per Schnippschnapp: (v.l.) Karl Stecher (Straßenverkehrsamt im Landratsamt), stellvertretender Landrat Johann Wieser, Jesenwangs Bürgermeister Erwin Fraunhofer, Landrat Thomas Karmasin, die Kreisräte Johann Wörle und Franz Höfelsauer, Ulrich Grad (Staatliches Bauamt Freising), Reinhold Volger (Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern) und Christian Gerhard (Tiefbau im Landratsamt). © Weber

Die Autos fahren seit ein paar Tagen bereits wieder. Und nun ist die Grafrather Straße in Jesenwang auch offiziell wieder eröffnet. Knapp 1,5 Millionen Euro hat der Ausbau gekostet.

Jesenwang – Bereits in den 1980er-Jahren ist die Straße von einer Gemeindeverbindungs- zu einer Kreisstraße aufgestuft worden. „Gut für uns“, sagte Jesenwangs Bürgermeister Erwin Fraunhofer bei der Eröffnung nach der umfangreichen Sanierung. „Denn damit kostet uns die Fahrbahn nichts.“ Dafür ist nämlich der Landkreis zuständig.

In der Tat waren am Ausbau sogar gleich vier Behörden beteiligt: Neben Gemeinde und Landratsamt noch das Staatliche Bauamt und das Amt für ländliche Entwicklung (ALE). „Die vier Behörden haben unter Mitwirkung der Anwohner eng zusammengearbeitet“, sagte Reinhold Volger vom ALE, das einen Teil des Ausbaus im Rahmen der Dorferneuerung bezuschusst. Dieses Miteinander sei ganz im Sinne der Dorferneuerung.

Fraunhofer zeigte sich froh, dass die stark befahrene Straße nun wieder in einem ordentlichen Zustand ist: „Das ist eine wichtige Nord-Süd-Tangente zum Fünf-Seen-Land.“ Die Straße sei nun schöner, sicherer und ruhiger, erklärte Landrat Thomas Karmasin. Er, Fraunhofer und Volger dankten ausdrücklich den Anwohnern, die für die Realisierung des Gehwegs Grund abgetreten hatten. Bis zur Einmündung der Kapellenstraße wurde der Gehweg verbreitert und ab da völlig neu gebaut. Die Kosten hierfür teilen sich ALE und Gemeinde.

Ebenfalls neu ist eine Verkehrsinsel an der Einmündung zur Staatsstraße. „Die Straße ist dort sehr breit“, sagte Fraunhofer. Sie zu überqueren, war daher vor allem für ältere Menschen nicht ganz ungefährlich – angesichts des nahen Seniorenheims ein Problem. Das wurde nun mit der Insel gelöst, die als Querungshilfe dient. Die Kosten für das Bauwerk teilten sich Landkreis und Gemeinde.

Raser ausbremsen soll dagegen die neue Insel samt Fahrbahnverschwenkung am Ortseingang von Grafrath kommend. Das funktioniert, wie Fraunhofer bestätigt: „Man sieht schon jetzt, dass die Autos nicht mehr so schnell in den Ort fahren können.“ Die Kosten für dieses Bauwerk trägt die Gemeinde alleine.

Auch die Einmündung der Mammendorfer in die Staatsstraße wurde im Zuge der Arbeiten umgebaut und mit neuen Gehwegen versehen, die die Gemeinde finanziert. Insgesamt wurden der Zeit- und der Kostenplan eingehalten, wie der Rathauschef erklärte. Zwar liegt die Endabrechnung noch nicht vor, doch das Landratsamt konnte vorläufige Zahlen nennen. Die Gesamtkosten von knapp 1,5 Millionen Euro verteilen sich demnach so: Der Landkreis trägt rund 700 000 Euro, die Gemeinde etwa 380 000 Euro.

Das ALE bezuschusst den Gehweg an der Grafrather Straße mit 240 000 Euro. Weil auch die Staatsstraße an den Einmündungen betroffen war, steuert das Staatliche Bauamt etwa 150 000 Euro bei.

Parallel wurde außerdem vom Landkreis die Fahrbahn der Kreisstraße nach der Jesenwanger Ortsgrenze saniert. Die Kosten hierfür liegen bei rund 450 000 Euro. Die Regierung von Oberbayern bezuschusst die Landkreismaßnahmen voraussichtlich mit einem Festbetrag, der laut Kreisbehörde auf Landkreis und Gemeinde verteilt wird. 

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