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An der Römerstraße in Jesenwang wurde das Tempo gemessen.

Bürgerversammlung

Jesenwanger sind von Autos genervt

Jesenwang - Autos waren das Thema in der Bürgerversammlung in Jesenwang: durch den Ort fahrende und dort herumstehende.

Vor allem die herumstehenden Pkw stören die Jesenwanger schon lange, wie der große Applaus der rund 90 Anwesenden auf die Wortmeldung zu diesem Thema zeigte. „Jesenwang nimmt doch an ,Unser Dorf soll schöner werden‘ teil“, meldete sich ein Bürger mit ironischem Unterton zu Wort. „Dann sollte die Gemeinde mal in der Ahornstraße anfangen.“

Dort befindet sich ein Privatgrundstück, das als Pkw-Lagerplatz – einige im Ort bezeichnen es eher als Schrottplatz – dient. „Da kann ich mein Haus noch so schön herrichten, das fällt gar nicht auf, wenn man dann auf das Nachbargrundstück schaut“, schimpfte der Anwohner und erhielt dafür große Zustimmung im Gemeinschaftshaus.

Bürgermeister Erwin Fraunhofer antwortete zunächst auch mit ein wenig Ironie: „Es ist schwierig, darauf Einfluss zu nehmen, wie jemand seinen Garten gestaltet.“ Wie der Rathauschef weiter ausführte, habe die Gemeinde aber in der Tat wenig Handhabe. „Wir können höchstens prüfen, ob es durch die Pkw eine Verunreinigung des Bodens gibt.“

Rätsel um Arbeiten an Bauschuttdeponie

Ist dies nicht der Fall, obliege es dem Eigentümer, was er mit seinem Grundstück macht, sagte Fraunhofer. Schließlich gebe es keine Lärm- oder Geruchsemissionen.

Was die fahrenden Autos anbelangt, wollte ein anderer Bürger wissen, wie der Stand bei der Debatte um eine Umgehungsstraße ist. Doch hier konnte Fraunhofer nichts Neues vermelden. „Der Antrag für diese Straße wurde beim Straßenbauamt gestellt“, erklärte er. In der dortigen Prioritätenliste bis 2019 sei sie nicht enthalten. Ob sie 2020, wenn die Liste neu erstellt wird, aufgenommen wird, müsse sich erst noch zeigen.

Ein anderer Jesenwanger wollte wissen, ob es Auswertungen über das in der Römerstraße gefahrene Tempo gibt. Das bestätigte der Bürgermeister. „Allerdings habe ich die genauen Zahlen natürlich nicht im Kopf.“ Was Fraunhofer sagen konnte: „Es gibt den einen oder anderen Ausreißer, aber insgesamt liegen die Messergebnisse im Rahmen.“ Fußgänger würden das gefahrene Tempo oft überschätzen.

Nur bedingt mit Autos – und zwar mit Lkw – hatte eine andere Anfrage des gleichen Bürgers zu tun. Er wollte wissen, was gerade an der Bauschuttdeponie gemacht wird, wo regsame Arbeit und viel Lkw-Verkehr herrscht. Weder Fraunhofer noch der zu Beginn ebenfalls anwesende Landrat Thomas Karmasin wussten die Antwort im Detail. Der Kreischef erklärte, dass dort technisch zum weiteren Betrieb der Deponie nötige Arbeiten erledigt würden. Und Fraunhofer beruhigte: „Da wird auf jeden Fall nichts Giftiges deponiert.“

von Andreas Daschner

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