Er wird wieder kandidieren

Jesenwangs Bürgermeister Fraunhofer: „Ich bin noch nicht fertig“

  • schließen

Es ist viel gebaut worden in der ersten Amtszeit von Jesenwangs Bürgermeister Erwin Fraunhofer. Doch der Rathauschef hat noch Ziele. Er möchte gerne im Amt bleiben.

Jesenwang„Ich muss natürlich erst noch nominiert werden, dafür werde ich mich aber zur Verfügung stellen“, sagt Fraunhofer, der der CSU angehört. Die Arbeit als Gemeindeoberhaupt mache ihm jedenfalls wirklich Spaß. „Man kann etwas bewegen und steuern“, sagt er. Und bewegt wurde in Jesenwang in den vergangenen sechs Jahren viel. „Es ist vieles angestanden, und wir haben viel davon umgesetzt“, sagt der 51-Jährige.

Im kleinen 1500-Seelen-Dorf Jesenwang wurden zuletzt Millionen-Beträge umgesetzt. Alleine der zweite Bauabschnitt des kürzlich in Betrieb gegangenen Kinderhauses verschlang 2,5 Millionen Euro. „Die Erweiterung war dringend notwendig, um die Infrastruktur für unsere Baugebiete zu schaffen.“ Auf den Bachwiesen entsteht ein kleines, an der Poststraße ein größeres Einheimischenmodell.

Dazu kamen große Maßnahmen wie die Erweiterung der Mittagsbetreuung an der Schule, der Ausbau der Poststraße, die Generalsanierung der Kirche in Bergkirchen, die Sanierung der Ortsverbindungsstraße nach Adelshofen und nicht zuletzt die Dorferneuerung. Der Vorplatz des Gemeinschaftshauses wurde in diesem Zuge verschönert. Zudem sind nun die Bürgersteige entlang der Grafrather Straße saniert und teilweise sogar komplett neu hergestellt.

Ortsteil Pfaffenhofen soll auch von der Dorferneuerung profitieren

Damit ist die Dorferneuerung aber noch längst nicht abgeschlossen. Fraunhofer: „Ich bin noch nicht fertig mit dem, was ich machen will.“ Auch der Ortsteil Pfaffenhofen soll von der Dorferneuerung profitieren. Die Gestaltung des Weihers und der Vorplatzes am Kriegerdenkmal sind zwei mögliche Maßnahmen. Auch der Platz beim Kastanienhain bei St. Willibald könnte im Rahmen der Dorferneuerung neu gestaltet werden. „Die Planungen sollen im Jahr 2019 laufen“, sagt Fraunhofer. Gerne wäre er bei der Umsetzung noch im Amt.

Erwin Fraunhofer hat in Jesenwang noch viel vor.

Außerdem strebt der Rathauschef entlang der Staatsstraße in Richtung Fürstenfeldbruck einen beidseitigen, 1,80 Meter breiten Gehweg an. Derzeit führt dieser nur bis zur Kreuzung mit der Mammendorfer und der Grafrather Straße. Ein Radweg nach Moorenweis steht ebenso auf dem Wunschzettel, zudem die Klärung der Nachnutzung des Kindergartens im Rathaus an der Kirchstraße und eine kleine Erweiterung des Gewerbegebiets. „Dabei ist mir wichtig, dass die Sichtachse zwischen Bergkirchen und St. Willibald erhalten bleibt“, sagt Fraunhofer. Er wolle „nicht einfach nur wild erweitern“.

Zugute kommt ihm die berufliche Erfahrung. Fraunhofer ist Leiter des Bauamtes in der Nachbargemeinde Grafrath und kennt die Rathausarbeit damit als Chefs und Angestellter. Amt und Beruf kann er dabei gut vereinbaren. „Ich habe meine Stunden ein wenig reduziert“, sagt er. Zwei Vormittage stehen für das Amt als Bürgermeister zur Verfügung. Und auch sonst kann er bei Terminen seinen Arbeitsplatz verlassen und die verpasste Zeit später wieder reinarbeiten.

Auch die Familie hat sich gut mit der Arbeit des Vaters arrangiert. Fraunhofer hat einen 20-jährigen Sohn und 17-jährige Zwillingstöchter. „In dem Alter brauchen sie den Papa nicht mehr ganz so oft wie zum Beispiel zehnjährige Kinder“, sagt Fraunhofer. Auch seine Frau arbeitet wieder in Teilzeit. Das Wochenende gehört dann weitgehend der Familie. „Man verbringt diese Zeit sogar intensiver, als wenn man sich jeden Abend sehen würde“, sagt der Bürgermeister. „Man sieht sich vielleicht nicht mehr so oft, dafür ist es dann umso schöner.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Innenstadt-Umfrage kostete knapp 4000 Euro
 Rätselraten und Stirnrunzeln: Nach der Veröffentlichung der Untersuchung „Vitale Innenstädte“ in Fürstenfeldbruck wunderten sich viele Stadträte, wie es überhaupt zu …
Innenstadt-Umfrage kostete knapp 4000 Euro
Herr Ströhle, warum heißen Sie jetzt Rothenberger?
Einen neuen Namen nimmt man zumeist nach der Heirat an. Stadtrat Andreas Ströhle (BBV) wählte einen anderen Weg. Er ist bereits seit dem Jahr 2007 verheiratet. 
Herr Ströhle, warum heißen Sie jetzt Rothenberger?
Stattauto will in Maisach Fuß fassen: Carsharing-Anbieter stellen sich vor
 Per App ein Auto buchen, zur Station gehen, einsteigen, losfahren – so könnte die Mobilität der Zukunft auch in Maisach bald aussehen. Ein Anbieter hat nun im …
Stattauto will in Maisach Fuß fassen: Carsharing-Anbieter stellen sich vor
Familie will Wohnung kaufen - Traum endet mit einer Kredit-Katastrophe
Sie wollten ursprünglich nur einen Kredit aufnehmen und eine neue Wohnung kaufen - doch eine Familie aus Fürstenfeldbruck erwartete stattdessen ein wahrer Albtraum.
Familie will Wohnung kaufen - Traum endet mit einer Kredit-Katastrophe

Kommentare