Bayerischer Landtag

Kathrin Sonnenholzner tritt nicht mehr an

Jesenwang/München - Es ist die letzte Amtszeit für Kathrin Sonnenholzner (SPD). Nach drei Legislaturperioden im Bayerischen Landtag will die 59-jährige Ärztin und Politikerin bei der Wahl 2018 nicht mehr kandidieren

"15 Jahre lang 80 Stunden pro Woche zu arbeiten war genug“, sagt Sonnenholzner. Außerdem sei es gut, wenn neue Leute wieder neue Ideen einbringen könnten. Sie blickt jedoch zufrieden zurück und nach der Hälfte ihrer Tätigkeit als Vorsitzende im Gesundheitsausschuss findet sie: „Das ist der schönste Job in der Opposition“. Sie leitet den Auschuss seit gut zwei Jahren. Sonnenholzner empfindet ihren Einsatz als erfolgreich. „Viele unserer Anträge wurden bereits in der Politik umgesetzt.“ Die 59-Jährige hat sich etwa für einen Runden Tisch zur Situation der Notfallversorgung in bayerischen Krankenhäusern stark gemacht.

Auch forderte sie, dass die Pflegeversicherung geriatrische Rehabilitationsangebote finanziell unterstützt. „Und es sollen Anreize für mehr hausärztliche Praxen in ländlichen Regionen geschaffen werden“, sagt sie. Die Staatregierung müsse die Möglichkeiten dafür erneut prüfen. Ein entsprechender Antrag sei bereits eingereicht. Doch es gab auch frustrierende Erlebnisse für Sonnenholzner. „Es ist ärgerlich, wenn die CSU unsere Vorschläge zuerst ablehnt, um sie kurz darauf in leicht veränderter wieder ins Gespräch zu bringen“, sagt sie.

Doch sie habe sich stets bemüht so etwas mit Humor zu sehen. Auch nach dem Ende ihrer politischen Karriere will sich Sonnenholzner für Themen rund um die Gesundheit einsetzen. Es sei ihr beispielsweise ein Herzensanliegen, ein Fachzentrum zum Thema Alkoholmissbrauch in der Schwangerschaft einzurichten. „Und ich habe dann Zeit, Haus und Hof auf Vordermann zu bringen und mich um meine kleine Enkelin zu kümmern“, sagt sie schmunzelnd

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