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Durch ein Spalier von Rosen wurde Brigitte Speck von den Eltern und früheren Schützlingen verabschiedet. Auf Schiefertafeln wurde der Jahrgang benannt, in dem er den Kindergarten St. Michael besucht hatte. Dreieinhalb Jahrzehnte lagen so zwischen Anfang und Ende des Spaliers.

Kindergarten-Leiterin geht in den Ruhstand

Die Kinder standen immer an erster Stelle

Seit 1981 hat sich Brigitte Speck im Kindergarten St. Michael in Jesenwang für die Kinder eingesetzt. Nun wurde die langjährige Leiterin in den Ruhestand verabschiedet.

Jesenwang – Bei der Abschiedsfeier kam Brigitte Speck sowohl aus dem Händeschütteln als auch aus den Erinnerungen nicht mehr heraus. Die Leiterin des Katholischen Kindergartens wirkte mit sich und den vielen Jahren, die sie als Fachkraft und Leiterin in dieser Einrichtung, zugebracht hat, zufrieden. „Es war mit den Kindern und den Eltern eine schöne Zeit. Es hat Freude gemacht.“

Ihre Schützlinge denken ebenfalls gerne an die gemeinsame Zeit zurück – egal, ob sie den Kindergarten jetzt als kleine Mädchen und Buben besuchen oder nun als gestandene Eltern zur Verabschiedung kamen. Manuela Rudolph war eine der Besucherinnen der Feier. Sie verbrachte Anfang der 1980er-Jahre viele Tage ihrer Kindheit in St. Michael. „Ich hatte immer das Gefühl, dass ich gut aufgenommen worden bin“, erinnerte sie sich jetzt an diese Zeit. Einzelheiten seien ihr zwar nicht mehr im Gedächtnis. „Aber die Frau Speck hatte immer eine klare Linie.“

Alexander Boos, der zur gleichen Zeit als Bub durch den Jesenwanger Kindergarten getobt hatte, bestätigte das: „Wenn ich so zurückblicke, war es ein guter Start hinaus ins Leben.“

Im Ruhestand will sie nun ihre Hobbys pflegen: Line-Dance und Radeln

Einen guten Umgang mit den Kindern sah auch Gottfried Schlemmer von der Kirchenverwaltung. Speck habe sich auf gütige Art Respekt verschafft – bei den jungen Jesenwangern, in der Gemeinde, beim Träger und auch bei den Schulen. „Sie war und ist ein Urgestein des Kindergartenwesens“, lobte Jesenwangs Bürgermeister Erwin Fraunhofer. Speck habe mit viel Engagement sich nicht nur den sich immer wieder ändernden pädagogischen Anforderungen gestellt. „Sie war mit dem Kindergarten auch bei vielen Veranstaltungen in der Gemeinde sehr präsent“, so Fraunhofer.

Dem stimmten Carmen Burau, Markus Stosick und Nina Summer vom Elternbeirat zu. „Die Kinder nehmen immer sehr viel mit, wenn sie diesen Kindergarten besuchen.“ Als sehr wertvoll betrachtete es das Trio, dass Speck sehr viel Wert auf die kirchliche Ausprägung der Einrichtung und die vorschulischen Angebote gelegt hat.

Das sei für sie selbstverständlich gewesen, meinte die scheidende Erzieherin. Im Ruhestand will sie nun ihre Hobbys pflegen, die durch den Beruf ein wenig hintan stehen mussten. Line-Dance und Radeln stünden da an erster Stelle. Den Reisegutschein, den sie zur Verabschiedung erhielt, werde sie wohl für eine Fahrt in den Süden nutzen: „Ich fühle mich dort wohl, wo es warm ist“, erzählte Speck.

Inneres Wohlbefinden habe sie in der Arbeit reichlich erfahren. Die beste Anerkennung sei das Zutrauen der Eltern, meinte die langjährige Leiterin. Manche der Schützlinge aus ihrer Anfangszeit habe sie aus den Augen verloren. „Doch dann kommen diese Mädchen und Buben als stolze Eltern und vertrauen Dir und deinem Team ihr Kind an.“

von Hans Kürzl

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