Rundgang: (v.l.) die Gemeinderatsmitglieder Brigitte Walch, Claudia Schlemmer, Hans Wimmer, Otto Wörle, Rainer Schmid, Alfons Schlecht, Bürgermeister Erwin Fraunhofer und Josef Hörhager.

In Jesenwang

Kinderhaus ist fertig – Krippe bereits bezogen

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Mehr als ein Jahr wurde am Keltenbogen gebaut. Nun ist das neue Kinderhaus fertig. Zwei Krippen- und vier Kindergartengruppen finden dort ein neues Zuhause.

Jesenwang –  Die offizielle Einweihung wollte Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU) witterungsbedingt nicht mehr im alten Jahr machen. „Ich halte ein solches Fest in den Wintermonaten nicht für sinnvoll“, sagt der Rathauschef. Erst am 7. April wird deshalb gefeiert.

Doch so lange müssen die Kinder nicht warten. Die Krippe ist bereits bezogen, nach den Ferien geht es auch im Kindergarten los. Der Gemeinderat machte sich vor seiner jüngsten Sitzung ein Bild vom neuen Bauwerk.

Die erste Krippengruppe wurde bereits vor einiger Zeit realisiert. An diese wurden nun der zweite Bauabschnitt angebaut: eine zusätzliche Gruppe für die ganz Kleinen, zwei Gruppen für den Nachwuchs aus dem bisherigen Kindergarten an der Kirchstraße und zwei weitere Kindergartengruppen im Obergeschoss für die Zukunft.

„Wir bauen in nächster Zeit sehr viel“, sagte Fraunhofer mit Blick vor allem auf das große Baugebiet mit Einheimischenmodell an der Poststraße. Der Rathauschef geht davon aus, dass das Kinderhaus schon in vier bis fünf Jahren ausgelastet sein wird.

Ausgebaut wurden die Räume dafür bereits jetzt. „Das hat uns nun vielleicht ein bisschen was gekostet, aber später wäre es sicher noch teurer geworden“, sagte Fraunhofer.

Neben den Gruppenräumen entstanden neue Sozialräume für die Mitarbeiter und ein Büro für die Kinderhausleitung. Begeistert zeigten sich Gemeinderäte auch vom riesigen Mehrzweckraum. „Das ist fast eine kleine Turnhalle“, sagte Bürgermeister Fraunhofer. Das Foyer wurde ebenso sehr großzügig geplant: „Hier können die Kinder drinnen spielen, wenn das Wetter mal schlecht ist.“ Dafür wurde sogar eine Fliesenreihe an der Wand hochgezogen, damit die Kleinen mit Bobbycars dagegen fahren können, ohne den Putz anzuschlagen.

Der Außenbereich mit neuen Spielgeräten und einer Bobbycar-Bahn ist ebenfalls fertig. Was Fraunhofer gefällt: „Man kann aus jeder Gruppe direkt ins Freie gehen und muss nicht unbedingt über das Foyer.“ Er kenne kein moderneres Kinderhaus im westlichen Landkreis, sagte der Rathauschef.

In der anschließenden Sitzung segnete das Ratsgremium den Haushaltsplan 2019 des Kinderhauses ab, das unter der Trägerschaft der katholischen Kirche steht. Geplant wird mit einem Defizit von rund 53 000 Euro, das die Gemeinde komplett tragen muss. 2018 beträgt das Defizit 26 000 Euro. Gerechnet worden war mit dem Doppelten. 

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