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Die Kandidaten der Wählergruppe Einigkeit Jesenwang.

Kommunalwahl 2020

Doppelt so viele Bewerber wie Plätze bei der Einigkeit Jesenwang

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Die CSU/Bürgergemeinschaft hat es vorgemacht, die Wählergruppe Einigkeit Jesenwang wollte nicht nachstehen. Auch sie schickt bei der Gemeinderatswahl 24 Bewerber ins Rennen. Bürgermeisterkandidaten stellt die Einigkeit aber keinen.

JesenwangVersammlungsleiter Josef Bichl hatte die Lacher auf seiner Seite: Auf die Frage, ob jemand als Bürgermeister kandidieren will, bekam er keine Rückmeldung. Da gratulierte er prompt – freilich mit einem Augenzwinkern – dem ebenfalls anwesenden, amtierenden Rathauschef der CSU, Erwin Fraunhofer, „schon jetzt zur Wiederwahl“.

Von der SPD zur Einigkeit

Fraunhofer ist wohl tatsächlich der einzige Bewerber für den Chefsessel. Denn die SPD stellt nicht einmal eine Liste für die Gemeinderatswahl. Deshalb findet sich unter den Bewerbern der Einigkeit auch Eva Magotsch, die als Parteifreie seit zwölf Jahren für die SPD-Liste im Gremium sitzt. Sie wäre nach eigenem Bekunden wieder für die Sozialdemokraten angetreten – würden sie denn Kandidaten stellen. So sei es „ein Vertrauensbeweis und eine Bestätigung meiner bisherigen Gemeinderatsarbeit, dass die Einigkeit mir angeboten hat, für sie zu kandidieren“, sagte Magotsch.

Auch wenn sich die Zahl der Gruppierungen damit künftig reduziert: In Jesenwang scheint keine Politikverdrossenheit zu herrschen. Mit 24 Kandidaten – darunter auch zahlreiche jüngere – schickt die als Verein organisierte Einigkeit doppelt so viele Bewerber ins Rennen wie Ratsplätze zur Verfügung stehen. Dazu kommen noch zwei Ersatzkandidaten, falls einer bis zur Wahl ausfällt.

Offener Wahlmodus

Die Reihenfolge bestimmte die Einigkeit dabei mit dem offenen Wahlmodus, der dann auch bei der Ratswahl herrscht: Keine Platzierung war vorgegeben, Stimmen durften auch gehäufelt werden – bis zu drei pro Kandidat. Auf den vorderen Plätzen tummeln sich dabei die amtierenden Räte. Brigitte Walch von der Betreiberfamilie des örtlichen Flugplatzes führt das Feld an.

Dahinter folgt Alfons Schlecht, der vor sechs Jahren als Bürgermeister kandidierte und deshalb seinerzeit als Spitzenkandidat auf dem ersten Listenplatz gesetzt war. Damals wurde der Bürgermeisterposten vakant, als Hans Wieser nicht mehr antrat, der ebenfalls der parteifreien Gruppierung angehört. Heuer ist man bei der Einigkeit mit der Arbeit von Amtsinhaber Fraunhofer offenbar zufrieden, sodass Schlecht sich diesmal nur für den Gemeinderat und den Kreistag bewirbt.

Auf den nächsten Plätzen folgen mit Johann Wimmer, Gemeindearbeiter Josef Hörhager und Otto Wörle drei weitere bereits im Gremium sitzende Kandidaten. „Neuzugang“ Magotsch reihte sich auf Platz acht ein. Versammlungsleiter Bichl kandidiert als einziger aktueller Einigkeit-Rat nicht mehr. Der Name Bichl findet sich auf der Liste dennoch: Sein Sohn Philipp tritt bei der Kommunalwahl auf Platz 13 an.

Die Liste der Einigkeit Jesenwang

1. Brigitte Walch 2. Alfons Schlecht 3. Johann Wimmer 4. Josef Hörhager 5. Otto Wörle 6. Florian Winkler 7. Corinna Winkler 8. Eva Magotsch 9. Tobias Burkhardt 10. Maria Hörhager 11. Tanja Kolbe 12. Christoph Schmid 13. Philipp Bichl 14. Alicia Göbel 15. Christian Heldwein 16. Matthias Schmalhofer 17. Josef Eibl 18. Maximilian Bauer 19. Seifo Skiljo 20. Dominik Wybiral 21. Christl Probst 22. Siegfried Wybiral 23. Josef Wörl 24. Sandra Gschwandtner Ersatzkandidaten sind Enrico Artus und Heinz Hirschvogl.

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