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Jesenwang

Lückenschluss auf Straße und am Gehweg

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Endspurt bei der Neugestaltung der Straßen im Jesenwanger Ortszentrum: Nach der Grafrather Straße soll im Frühjahr das letzte Teilstück r Staatsstraße saniert werden – mit einheitlich breitem Gehweg.

JesenwangTeilweise wurde die Staatsstraße bereits saniert, von Moorenweis kommend bis zum Bereich des Gemeinschaftshauses. Nun will der Landkreis auch das letzte Teilstück bis zur Grafrather Straße mit einer neuen Decke versehen.

Der Gemeinde kommt das gerade recht. „Damit können wir uns mit dem Lückenschluss bei unseren Gehwegen anschließen“, sagt Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU) im Gemeinderat, als die Pläne vorgestellt wurden. Eine einheitliche Breite von 1,80 Metern sollen die Gehbahnen künftig haben. Grunderwerb ist dafür nicht nötig, da die Staatsstraße verschmälert werden kann.

Außerdem werden im Zuge des Ausbaus auch die Busbuchten in der Ortsmitte vergrößert und barrierefrei ausgebaut. Sie erhalten ein sogenanntes Hochbord – also einen erhöhten Bordstein – , um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern. Aktuell stehen die Busse laut Otto Wörle (Einigkeit) zum Teil auf der Fahrbahn, wenn sie Fahrgäste aus- oder zusteigen lassen. Durch eine Verbreiterung der Buchten von gut 2,3 auf drei Meter soll das künftig verhindert werden. Außerdem wird die Bucht in Richtung Fürstenfeldbruck auf zwölf bis 14 Meter verlängert, sodass dort zwei Busse halten können.

Umstritten ist noch, wer die Kosten für diese Erweiterung trägt. Für eine reine Sanierung wäre in erster Linie das Straßenbauamt zuständig. Durch die Vergrößerung soll nun aber auch die Gemeinde verstärkt zur Kasse gebeten werden. Fraunhofer befindet sich aber noch in Verhandlungen mit der Behörde. „Wir verbreitern die Buchten schließlich, damit es auf der Staatsstraße keine Rückstaus gibt.“

Sind die Verhandlungen erfolgreich, muss die Gemeinde 42 000 Euro für die Buchten berappen. Andernfalls sind es 15 000 Euro mehr.

Die Gehwege fallen indessen unstrittig in den Aufgabenbereich der Kommune. Dafür werden gut 230 000 Euro fällig. Zudem sollen bei der Bushaltestelle auf der Südseite überdachte Fahrradständer und ein Wartehäuschen samt Anschlagstafel für die Gemeinde errichtet werden. Auf der Nordseite steht nicht so viel Platz zur Verfügung. „Wir wollen trotzdem eine überdachte Sitzmöglichkeit schaffen“, sagt Fraunhofer.

Den Gemeindeanteil beim Ausbau muss die Kommune nicht alleine tragen. Es gibt Zuschüsse. 40 bis 55 Prozent Förderung erwartet Fraunhofer bei den Tiefbaumaßnahmen. Außerdem gibt es eine Pauschalförderung von 750 Euro je Fahrradabstellplatz. „Je nachdem, wie aufwändig wir die Fahrradständer bauen, bleiben mehr oder weniger Kosten an der Gemeinde hängen.“

Die Baumaßnahmen sollen im kommenden Frühjahr nach der Frostperiode beginnen. Dabei wird es wohl wieder zu Verkehrsbehinderungen kommen, die aber geringer ausfallen dürften als beim Ausbau des ersten Teilstückes der Staatsstraße und bei der Grafrather Straße. Da die Arbeiten nicht so aufwändig sind, sagt Fraunhofer: „Bis zu Beginn der Sommerferien soll alles fertig sein.“

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