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Neuer Verein in Jesenwang - Gründung wegen Corona extrem verzögert

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Von: Andreas Daschner

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Ein Stück Geschichte: Das Römerstraßendenkmal bei St. Willibald.
Ein Stück Geschichte in Jesenwang: Das Römerstraßendenkmal bei St. Willibald. © tb

Die Gemeinde Jesenwang bekommt einen neuen Kultur- und Heimatverein. Dieser sieht sich nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den bestehenden Vereinen. Die Gründungsversammlung findet am 16. August statt.

Jesenwang – Mit der Idee für den Verein gehen die Initiatoren Alexander Meßner und Helmut Tengg-Schlemmer schon mehr als ein Jahr schwanger. Sogar im Gemeinderat hat Meßner sie bereits vorgetragen. Dann kam die Pandemie.

„Die Vereinsgründung hat sich durch Corona extrem verzögert, aber jetzt wollen wir anschieben“, sagt Meßner. Die ideelle und finanzielle Förderung von Kultur, Kunst, Tradition, Brauchtum und Heimatpflege wird sich der Kunst- und Kulturverein als Vereinszweck in die Satzung schreiben. Ein wichtiges Anliegen ist den Initiatoren, dass sich kein Verein am Ort beschnitten fühlt.

In der Gemeinde sei seit jeher viel los. Der Willibaldritt ist über den Landkreis hinaus bekannt. Für die zahlreichen musikalischen Darbietungen wurde der Chorleiter und langjährige Kulturreferent Paul Weigl mit Auszeichnungen überhäuft. Dazu gibt es Theateraufführungen, Burschen-Partys, Sport beim TSV und vieles mehr.

Ein Kultur- und Heimatverein soll laut Meßner und Tengg-Schlemmer nun weitere Chancen eröffnen. Der Vereinszweck sei dafür bewusst breit gefächert. „Wir decken neue Bereiche ab und wollen die Gemeinde kulturell noch besser aufstellen“, sagt Meßner. Ausstellungen seien ebenso denkbar, wie das Anliegen, Kunst zugänglicher zu machen. Meßner: „Möglich ist zum Beispiel, vergünstigte Tickets für Menschen anzubieten, die es sich sonst nicht leisten könnten.“ Zudem wolle man Künstlern eine Plattform bieten.

„Wir decken neue Bereiche ab
und wollen die Gemeinde kulturell noch besser aufstellen“, Alexander Meßner.
„Wir decken neue Bereiche ab und wollen die Gemeinde kulturell noch besser aufstellen“, Alexander Meßner. © tb

Meßner selbst ist seit Jahren ein begeisterter Sänger und Theaterspieler. Schon früher seien von Vereinsgründungen wie zum Beispiel der des Fördervereins der St.-Willibald-Kirche wichtige Impulse ausgegangen. „Hier wollen wir ansetzen und allen kreativen Menschen, die sich in irgendeiner Form in die Gemeinschaft einbringen wollen, Möglichkeiten bieten“, sagt Meßner. Er spricht davon, „verborgene Schätze zu heben“.

Helmut Tengg-Schlemmer sieht seine Interessen vor allem darin, die bayerische Kultur und Sprache und das Brauchtum zu leben, zu erhalten und vor allem bei den Jüngeren zu fördern. „Die bestehenden Goaslschnoizer und Plattler aus Jesenwang können noch mit verschiedenen Kulturgütern unserer bayerischen Tradition erweitert werden“, sagt Tengg-Schlemmer. Sein Sohn sei aktiv bei den Mammendorfer Moasawinkler – ein Beleg dafür, dass die Leidenschaft für Brauchtum und Heimat auch in der nächsten Generation spürbar sei.

Der neue Verein soll offen und bunt sein und von der Vielfältigkeit seiner Mitglieder leben. Dazu ist ein entsprechend breit gefächertes Klientel bei der Gründungsversammlung ausdrücklich erwünscht. Ob diese gelingt, werde sich laut den Initiatoren zeigen. Dass es zumindest versucht werden soll, darüber sind sich Meßner und Tengg-Schlemmer einig.

Die Versammlung zur Vereinsgründung

findet am Montag, 16. August, ab 19.30 Uhr in der Gaststätte Fly-in am Jesenwanger Flugplatz statt. Die Zahl der Plätze ist coronabedingt begrenzt. Deshalb wird jeder, der heuer noch beitritt, laut Meßner ebenfalls als Gründungsmitglied gewertet – auch wenn er nicht am eigentlichen Gründungsakt teilnehmen kann.

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