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Ein Oldtimer von Ford rollte beim großen Fahrzeugcorso ebenfalls über den Jesenwanger Flugplatz. Den Besuchern hat's gefallen.

Grosses Treffen am Flugplatz Jesenwang

Oldtimer-Fans trotzen dem Regen

Jesenwang - Nicht einmal Regen und kühler Wind haben dem 19. Jesenwanger Oldtimer-Treffen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Trotz des herbstlichen Wetters kamen tausende Besucher zum Flugplatz.

Temperaturen unter zehn Grad und eisiger Wind machten den Flugplatz zu einem eher unwirtlichen Ort. Umso überraschter zeigte sich Flugplatzchef Max Walch vom guten Besuch: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass so viel los ist.“ Die Begeisterung für das Traditionstreffen ist nach wie vor ungebrochen.

Einer der Hingucker waren beim diesjährigen Treffen auch wieder die aufwendig hergerichteten Doppeldecker-Flugzeuge.

Damit sich Oldtimer-Besitzer und Schaulustige zwischendurch aufwärmen konnten, hatten die Veranstalter von Pro Luftfahrt vorgesorgt – mit Glühwein. Das Wintergetränk trinkt man Anfang Oktober zwar eher selten. In Jesenwang waren die Oldtimer-Fans aber froh, sich zwischendurch die Hände an den heißen Tassen und den Magen mit Glühwein aufwärmen zu können.

Wieder war der ganze Flugplatz verstellt von alten Autos, Traktoren, Motorrädern und Flugzeugen. Und auf den angrenzenden Feldern hatte die Jesenwanger Feuerwehr alle Hände voll zu tun, um das Parken der Besucher zu organisieren. Während sich die Oldtimer-Besitzer austauschten und wissbegierigen Schaulustigen Fragen zu den alten Karossen beantworteten, konnten sich die Besucher auch beim Rahmenprogramm vergnügen.

Heinz Schreiber und Jürgen Schelling der Interessensgruppe Pro Luftfahrt ließen es sich auch nicht nehmen, den Besuchern ausgewählte Flugzeuge und Autos näher vorzustellen. Sie erzählten allerhand etwa über den Doppeldecker „Tiger Moth“ oder Autos wie einer Messerschmitt, einem Lotus Seven oder einem Ford T-Modell. Einige der angereisten Autos hatten schon 90 bis 100 Jahre auf dem Buckel, darunter auch ein Ford A aus dem Jahr 1929.

Bei den Traktoren waren die alten Modelle der Hersteller Deutz, Lanz oder Fendt ebenso ein Blickfang, wie alte BMWs oder Zündapps bei den Motorrädern. Und wer sich das Meer aus Oldtimern mal von oben ansehen wollte, der hatte bei den angebotenen Hubschrauber-Rundflügen die Gelegenheit dazu.

Höhepunkte des diesjährigen Treffens waren wieder ein Überflug des legendären Flugzeugs JU52 sowie der große Fahrzeugkorso, bei dem die Zuschauer einen guten Blick auf die alten Edelkarossen werfen konnten.

Walch ist mit der Resonanz mehr als zufrieden, sagt aber trotz des Jubiläums im nächsten Jahr: „Größer wird das Oldtimer-Treffen nicht mehr, wir sind an der Kapazitätsgrenze angelangt.“

von Andreas Daschner

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