Bürgerversammlung

Ortsverbindung billiger als berechnet

Die Straße von Jesenwang nach Adelshofen wird ab Mai ausgebaut – und das wird günstiger als erwartet. Das Angebot liegt 16 Prozent unter dem Kostenplan.

JesenwangDiese positive Nachricht konnte Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU) bei der Bürgerversammlung verkünden. 80 Jesenwanger waren ins Gemeinschaftshaus gekommen. Die Ergebnisse der Ausschreibung für die Straße waren brandneu. Erst am Nachmittag waren sie bekannt geworden. „Mit zitternden Händen“ habe er die Umschläge geöffnet, berichtete Fraunhofer. Schließlich hatte es sechs Wochen zuvor eine böse Überraschung gegeben, als die Kosten für den Ausbau der Grafrather Straße fast 70 Prozent über der Berechnung lagen. Die Baumaßnahme wurde daraufhin aufgeschoben.

Dem ohnehin lange umstrittenen Ausbau der Straße nach Adelshofen – beide Gemeinden hatten erfolglos versucht, staatliche Zuschüsse einzuklagen – blieb dieses Schicksal aber erspart. 228 000 Euro will der günstigste Anbieter dafür haben, dass er die marode Fahrbahn auf Vordermann bringt. Die Planer waren von Kosten in Höhe von 272 000 Euro ausgegangen.

„Den Unterschied zum Ergebnis der Ausschreibung der Grafrather Straße vor sechs Wochen kann ich mir nicht erklären“, sagte Fraunhofer. Zwar müssen die Gemeinderäte beider Kommunen noch über die Vergabe abstimmen, angesichts des positiven Ergebnisses dürfte das aber nur Formsache sein.

Kirchensanierung hat Verspätung

Eine weniger gute Nachricht hatte Fraunhofer zur Sanierung der Kirche im Jesenwanger Ortsteil Bergkirchen. Eigentlich sollte das Patrozinium im Sommer bereits in den restaurierten Gemäuern stattfinden. „Das wird aber knapp“, sagt Fraunhofer. Er geht davon aus, dass erst das Patrozinium im Jahr 2018 dort gefeiert werden kann. „Dann aber vielleicht in größerem Rahmen.“

Tüten von Hundeklos nicht für Brotzeit

Statt Beschwerden der Bürger gab es bei der Versammlung diesmal eine Beschwerde des Bürgermeisters. Die war an die Hundebesitzer gerichtet: „Nutzt die Hundeklos, und nutzt sie bitte richtig.“ Offenbar ist der Verbrauch bei den Tütenspendern recht hoch, denn Fraunhofer erklärte: „Sie sind für den Hundekot und nicht als Tüte für die Brotzeit gedacht.“ Zudem landen die benutzen Packerl immer wieder in Feldern oder am Straßenrand. Deshalb appellierte der Rathauschef an die Hundebesitzer: „Wenn kein Abfalleimer mehr auf dem Weg liegt, dann nehmt die Tüten mit nach Hause und entsorgt sie im Hausmüll.“ Fragen hatten die Bürger an ihren Rathauschef keine – zumindest öffentlich wurde keine gestellt. (ad)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Kugelweise Sommerfeeling ab einem Euro
Jetzt im Sommer haben Eisdielen Hochkonjunktur. Inzwischen gibt es in fast jeder größeren Ortschaft eine Gelateria, in der die eiskalte Leckerei kugelweise angeboten …
Kugelweise Sommerfeeling ab einem Euro
Tippen Sie die Ergebnisse beim Sparkassencup
Die restlichen neun der insgesamt 18 Vorrundenbegegnungen beim neuen Sparkassencup-Wettbewerb werden nächste Woche ausgetragen. Beste Bedingungen also für die Neuauflage …
Tippen Sie die Ergebnisse beim Sparkassencup
Diese Kirchengemeinde ist unabhängig
Die Freie evangelische Gemeinde (FeG) ist seit 25 Jahren in Germering vertreten. Pastor Thomas Scheitacker stellt sie im Gespräch vor.
Diese Kirchengemeinde ist unabhängig
Schüler essen im Ortszentrum
Die Ganztagsschüler der Ährenfeldschule erhalten im kommenden Schuljahr ihr Mittagessen in den Räumen des Gasthauses zu Alten Schule im Ortszentrum. 
Schüler essen im Ortszentrum

Kommentare