In Jesenwang

Rätsel um Säure-Attacke auf Autos

Jesenwang - Es besteht der Verdacht, dass jemand mit Absicht mehrere Autos in Jesenwang mit einer ätzenden Säure übergossen beziehungsweise bespritzt hat. Die Polizei sucht Zeugen.

Dieser Fall gibt Rätsel auf: Drei Autos eines einzigen Eigentümers sind in Jesenwang offenbar Ziel einer Säure-Attacke geworden. Der Lackschaden dürfte beträchtlich sein, die Hintergründe sind unklar – und die Polizei sucht Zeugen.

Die Attacke mit einer unbekannten Substanz muss in der vergangenen Woche stattgefunden haben. Zuerst hielt Peter K. (Name geändert) die Schäden an seinen Autos für seltsame Flecken oder Salzverschmutzungen – bis er beim Putzen genauer hinschaute. Alle drei Autos weisen in unterschiedlichem Maße die gleichen Blasen und Lackverätzungen auf. An seinem Smart ist eine ganze Seite verätzt. Getroffen hat es aber auch den Caddy seiner Frau, in dem das eineinhalb Jahre alte Töchterchen chauffiert wird und den Unimog, den Hausberger aus alter Liebe zu Oldtimern besitzt.

Kam der Anschlag aus der Nachbarschaft, etwa wegen eines Streits? Dieser zunächst vielleicht nahe liegende Gedanke ist sicher falsch, sagt K. im Gespräch mit dem Tagblatt. Denn sein Verhältnis mit den Nachbarn sei gut. K. vermutet, dass die Schäden auf jugendliche Langeweile zurück zu führen sind, oder dass die Säure aus einem Auto heraus versprüht wurde. „Die Spuren deuten darauf hin, dass jemand mit einer chemisch ätzenden Säure vermutlich absichtlich die Autos bespritzte beziehungsweise übergoss“, heißt es im Bericht der Polizei in Fürstenfeldbruck. Fakt nun ist auch, dass die drei Wagen an der Straße vor dem Haus standen. Aufgrund der Schäden ist klar: Die Attacke muss von hier aus verübt worden sein.

Zu denken gibt, was K. außerdem erzählt: Der ihm unbekannte Fahrer eines silbernen Wagens pflegt zu hupen, wenn er an dem Anwesen an der Erlbachstraße vorbeifährt. Was stört diesen Menschen? Dass die Autos an der Straße stehen? Möglich, sinniert K.. Aber das sei doch kein Grund für eine solche Attacke. K.: „Wenn ihn das stört, dann kann er sich doch bei mir beschweren.“

Die Polizei in Fürstenfeldbruck möchte den Fall aufklären und bittet daher um Hinweise. Vielleicht hat ja jemand etwas gesehen, was er bis jetzt für unwichtig hielt. K. selbst muss sich nun um die Schäden kümmern, will einen Kostenvoranschlag einholen. Er kann den Grund für den Anschlag nicht verstehen. „Jeder will doch in Frieden leben.“

Hinweise an die Polizei in Bruck, Telefon (0 81 41) 61 20.

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