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Max Walch ist gestorben.

Nachruf

Trauer um Flugplatz-Gründer Max Walch

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Die Gemeinde Jesenwang trauert um einen Mann, der den Ort geprägt hat wie kaum ein anderer. Im Alter von 89 Jahren ist Max Walch, der Gründer des örtlichen Flugplatzes, verstorben. Er hinterlässt seine Frau Gertraud und sechs Kinder.

Jesenwang– Tief betroffen ist auch Alt-Bürgermeister Hans Wieser. Als er gestern vom Tagblatt von Walchs Tod erfährt, ist er zunächst sprachlos, ringt um Worte. Schließlich sagt er: „Max Walch wird mir als sehr offener Mensch in Erinnerung bleiben. Und als jemand, der unermüdlich für seine Interessen gekämpft hat.“ Dazu zählte allem voran die Luftfahrt. 1963, vor 54 Jahren, hat Walch den Flugplatz in Jesenwang gegründet und sich damit einen Traum erfüllt.

Doch das kostete viel Kraft. Und Geld. „Jede Mark, die übrig war, wurde sofort investiert“, sagte Walch 2009 in einem Tagblatt-Interview zu seinem 80. Geburtstag. Zwar hätte er das Geld vernünftiger anlegen können, gab er zu. Doch die Investition für die Luftfahrt habe sich allemal ausgezahlt. Mit drei Fliegern fing Walch damals an. Nach und nach hat sich sein Flugplatz zu einem der wichtigsten in ganz Oberbayern entwickelt. Zudem rief er den Verein Pro Luftfahrt ins Leben und war Chef der IHK Dachau/Fürstenfeldbruck.

„Er war ein Mann vom alten Schlag“, sagt Jesenwangs Rathauschef Erwin Fraunhofer über den ehemaligen Vize-Landrat Max Walch. „Ab und zu hat er etwas gemacht und erst hinterher gefragt, ob das in Ordnung ist.“ Politisch habe er wenig mit ihm zu tun gehabt, so der Bürgermeister. Denn der Flugplatzgründer hat sich 2011, drei Jahre vor Fraunhofers Amtsantritt, aus der Öffentlichkeit verabschiedet. Der Grund: ein Schlaganfall 2009. Seither übernahm sein Sohn Max Walch junior das Ruder.

Vor zwei Jahren landeten 1200 Sportler im Rahmen der BR-Radltour am Jesenwanger Flugplatz. „Das hat ihn sehr gefreut, dass alle bei ihm zusammenkamen“, erinnert sich Erwin Fraunhofer. Max Walch habe viel an einem harmonischen Miteinander mit den Bürgern gelegen. Freilich habe es schwierige Zeiten gegeben und regelmäßige Diskussionen in Sachen Flugplatz, sagt Hans Wieser. „Doch Max Walch hat sich immer für die Gemeindepolitik und -entwicklung interessiert.“ Noch im Rollstuhl sei er zu Bürgerversammlungen erschienen, um mit zu diskutieren.

Eine Lücke hinterlässt Max Walch auch bei zahlreichen Vereinen im Ort. Er engagierte sich bei der Freiwilligen Feuerwehr, bei den Stockschützen, Sängern, Veteranen und im Sportverein. 

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