Die Terrassen im obersten Stock werden umgestaltet. Ein Teil davon wird überdacht.
+
Die Terrassen im obersten Stock werden umgestaltet. Ein Teil davon wird überdacht.

Durchkreuzt Corona den Zeitplan?

Umbau im Jesenwanger Seniorenheim: Es soll heller und geräumiger werden

  • Andreas Daschner
    VonAndreas Daschner
    schließen

Mehr Licht und mehr Platz sollen die Bewohner des Seniorenheims Jesenwang bekommen. Der Umbau ist bereits genehmigt. Offen ist noch die Frage der Förderung. Und ob Corona den Zeitplan durchkreuzt.

Jesenwang – Eigentlich soll aus dem ehemaligen Badezimmer im Erdgeschoss ein kleiner Gemeinschaftsraum werden. „Aktuell nutzen wir ihn aber als Besucherraum“, sagt Heimleiter Thorsten Kopplin. Denn in dem Raum können die in der Corona-Krise nötigen Schutzwände aufgestellt werden. Aktuell sei er zwar weniger genutzt, weil das zur Brucker Kreisklinik gehörende Seniorenheim Begegnungsmöglichkeiten im Freien geschaffen hat. „Aber spätestens zur kalten Jahreszeit werden wir ihn wieder verstärkt brauchen“, glaubt Kopplin.

Die Planung sieht vor, dass der Raum vergrößert wird. Dazu würde die Fassade zu einer Freifläche abgebrochen, die sich unter dem Überbau der restlichen Stockwerke befindet. Dort ist eine neue Glasfassade vorgesehen. Der dadurch sehr lichte Gemeinschaftsraum soll bis zu zehn Personen für kleinere Feiern sowie zum Fernsehen, Lesen oder Verweilen zur Verfügung stehen.

„Wir hätten dort eine abgeschlossenen Raum und ruhige Atmosphäre“, sagt Kopplin. Ein Gegenpol zum bewusst offen gestalteten Haus, in dem zum Beispiel die Fernsehgeräte in den großen Gemeinschaftsräumen zur Verfügung stehen.

Der Gemeinschaftsraum ist aber nur ein Teil des Projekts. Neben dem Umbau einiger Zimmer soll auch eine zuletzt nicht mehr genutzte Terrasse im dritten Stock dem dortigen Aufenthaltsbereich zugeschlagen werden. „Die Terrasse war seit einem früheren Umbau nicht mehr zugänglich“, berichtet Kopplin. Nun soll ein gut sechs Quadratmeter großer Teil davon überdacht und ebenfalls mit einer Glasfassade versehen werden. Die restlichen drei Quadratmetern sollen wieder als Terrasse nutzbar gemacht werden.

Kopplin verspricht sich dadurch vor allem mehr Platz beim Frühstücksbuffet. Derzeit werde dies auf einem Wagen angeboten, für den der Platz aber sehr knapp bemessen sei. Die dann dem Aufenthaltsbereich zugeschlagene neue Fläche könnte für einen fest installierten Buffet-Tisch oder aber auch als fester Standort für den Wagen genutzt werden.

Gemeinderat und Landratsamt haben dem Umbau bereits zugestimmt. Insgesamt 520 000 Euro wird er inklusive des Umbaus der Zimmer schätzungsweise kosten. Rund 66 000 Euro davon entfallen auf die Umbauten im Erdgeschoss, 44 000 Euro auf die Umbauten im dritten Stock.

Das Seniorenheim muss aber nicht den kompletten Betrag aus Eigenmitteln bestreiten. Laut Kopplin bemüht man sich derzeit um einen Zuschuss aus dem „Pflege-so-nah“-Fördertopf. „Ich hoffe auf eine Gesamtförderung von gut 200 000 Euro“, sagt der Heimleiter. Erst wenn das Ergebnis des Zuschussantrags vorliegt, soll mit dem Bau begonnen werden. Wenn alles gut geht, möchte Kopplin mit dem Umbau 2021 beginnen – jedenfalls bei den Zimmern und im dritten Stock.

Das Erdgeschoss bliebe vorerst außen vor. Der Raum soll weiter als Besucherraum genutzt werden. „Corona werden wir nächstes Jahr sicher auch noch haben“, vermutet Kopplin. Erst wenn die Pandemie eingedämmt oder ein Impfstoff gefunden worden ist, könnte dann der Gemeinschaftsraum entstehen.

Weitere Nachrichten aus der Gemeinde Jesenwang finden Sie hier.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare