Im Jesenwanger Ortsteil Pfaffenhofen: Der Platz vor dem Kriegerdenkmal soll neu gestaltet werden. (Archivfoto)
+
Im Jesenwanger Ortsteil Pfaffenhofen: Der Platz vor dem Kriegerdenkmal soll neu gestaltet werden. (Archivfoto)

Bürger müssen sich gedulden

Wegen Corona: Dorferneuerung in Jesenwang verschiebt sich

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
    schließen

Eigentlich hätte heuer im Jesenwanger Ortsteil Pfaffenhofen die Dorferneuerung beginnen sollen. Doch nun müssen sich die Bürger wohl bis 2022 gedulden, ehe der Ort aufgehübscht wird. Die Pandemie verzögert das Ganze.

Jesenwang – Dorfweiher und Vorplatz des Kriegerdenkmals sollen umgestaltet, ein Teil der Dorfstraße saniert werden. Die Bodenuntersuchungen für die Straßensanierung werden demnächst abgeschlossen und zeigen laut Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU/BG), dass ein ordentlicher Unterbau vorhanden ist. „Eigentlich könnten die Planungen beginnen“, sagt der Rathauschef.

Das Problem: Das Verfahren sieht eine Bürgerbeteiligung vor. Präsenzveranstaltungen, bei denen den Pfaffenhofenern das Projekt vorgestellt werden müsste, sind wegen der Pandemie derzeit nicht möglich. „Wir wissen auch nicht, wie es weitergeht“, sagt Fraunhofer. Die Lage im April und Mai sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Da die Bürgerbeteiligung ein wesentlicher Kern der Dorferneuerung ist – andernfalls gibt es vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) keine Fördergelder – liegt der Prozess vorerst auf Eis.

„Wir wissen auch nicht, wie es weitergeht“, sagt der Jesenwanger Bürgermeister Erwin Fraunhofer zum Thema Bürgerbeteiligung in Corona-Zeiten.

Neben Corona verzögerten auch Personalien beim ALE das Verfahren. Reinhold Volger war in den Ruhestand gegangen und hatte die Dorferneuerung Pfaffenhofen an Erhard Michalke übergeben. Doch der scheidet nun ebenfalls aus dem Arbeitsleben aus. Nun muss eine Nachfolgerin eingearbeitet werden.

Die Übergabe wird im Rahmen einer Ortsbesichtigung erfolgen, wie Fraunhofer berichtet. Diese kann auch während der Pandemie stattfinden – natürlich mit Hygienemaßnahmen. Dabei soll auch der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft anwesend sein. „Eine mögliche Zeitschiene können wir dann vor Ort besprechen“, sagt Fraunhofer.

Der Rathauschef geht aber davon aus, dass heuer kein Baubeginn mehr möglich ist – selbst wenn im Sommer wieder Präsenzveranstaltungen durchführbar wären. Denn es fehle eine detaillierte Kostenrechnung. Zudem muss mit dem ALE die Breite der Dorfstraße nach der Sanierung ausgekartelt werden. „Das Amt möchte eigentlich keine breiten Straßen“, sagt Fraunhofer. Die zum Teil sechs Meter breite Fahrbahn könnte auf 5,50 oder 5,75 Meter verschmälert werden. Allerdings sieht der Rathauschef dabei ein Problem: „Auf der Straße haben wir auch Begegnungsverkehr mit zwei Bussen.“ Den könne man zur Not ermöglichen, indem Bordsteine abgesenkt werden, damit die Busse über die Gehwege ausweichen können. „Aber das wurde noch nicht im Detail besprochen – auch nicht mit den Bürgern.“

Bis die Planung und das relativ komplizierte Zuschussverfahren durch sind, wird es also sowieso noch dauern. „Es macht aus meiner Sicht dann keinen Sinn mehr, noch vor dem Winter mit den Bauarbeiten zu beginnen“, meint Fraunhofer. Das neue Ziel daher: Vor dem Winter sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden, im Frühjahr 2022 könnte dann der Bau starten – falls die Bürgerbeteiligung erfolgt ist.

Weitere Nachrichten aus Jesenwang lesen Sie bei uns.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare