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Ja-Wort in Jesenwang: bei der Hochzeit vor 60 Jahren.

Diamantene Hochzeit 

„Das Wichtigste ist die Liebe, der Rest kommt von ganz allein“

„Ich lese diese Geschichten über Diamanthochzeiten ja auch immer“, gibt Margarete Meßner zu und legt Bürgermeister Erwin Frauenhofer ein Paar Weißwürste auf den Teller. „Da erzählen die Paare immer so tolle Geschichten. Unser Leben war schön, aber eben ganz normal.“

Ja-Wort in Jesenwang: bei der Hochzeit vor 60 Jahren.

Jesenwang – Dabei ist schon der Anlass, zu dem sich auch der Bürgermeister eingefunden hat, ganz und gar nicht normal. Margarete und Georg Meßner feierten ihre Diamantene Hochzeit und somit das 60-jährige Bestehen ihrer Ehe. Eine gemeinsame Zeit, die hier in Jesenwang ihren Anfang hatte.

Georg Meßner (84) erinnert sich: „Wir haben uns eigentlich immer schon gekannt. Man hat sich oft gesehen. Und irgendwann hat sie dann gesagt: Komm, jetzt heiraten wir!“ Ihre erste gemeinsame Wohnung bauten die beiden noch in Jesenwang, doch dann verschlug es sie für 30 Jahre nach München-Freimann, wo Georg Meßner eine Stelle als Straßenmeister angenommen hatte. Beide erinnern sich noch gerne an ihre Münchner Zeit, aus der gemeinsame Freunde in der Landeshauptstadt verblieben sind.

Dass es aber irgendwann wieder zurück in die alte Heimat gehen würde, das sei schon immer klar gewesen, meint Georg Meßner. 1996 ging er in Rente – und machte sich sofort an den Bau eines neuen Hauses in Jesenwang, in dem das Paar bis heute lebt.

Sowohl in ihrer Zeit dort, als auch in München hätten es die beiden immer gut miteinander ausgehalten, sagen sie. Ein Geheimrezept gebe es aber nicht: „Das Wichtigste ist, dass die Liebe nicht ausgeht. Der Rest kommt von ganz allein“, meint Margarete Meßner bloß.

Dieser Rest bestand auch aus vielen gemeinsamen Reisen. Die Hochzeitsreise hatten die beiden noch ausgelassen, später holten sie das zur Genüge nach: Mit ihrem Transporter machten sie sich unter anderem auf nach Rom und nach Paris.

Inzwischen halten sie die Enkelkinder auf Trab, deren Schule gleich gegenüber ihres Hauses liegt. Deswegen kommen die Kinder regelmäßig auf ein Mittagessen bei den Großeltern vorbei.

„Heute und morgen gehen wir aber zum Feiern alle zusammen zum Essen“, verrät Margarete Meßner. Zum Abschied weist ihr Mann noch einmal auf die antik anmutende Anrichte neben dem Esstisch hin. „Das ist ein absolutes Einzelstück. Und es stammt eigentlich aus einem alten Berliner Schloss.“

Vielleicht geht es bei Meßners ja doch nicht nur ganz normal zu. Gabriel Kroher

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