Bessere Versorgung, weniger Strahlung 

Jesenwang will eine Funkantenne im Ort – auf dem Altenheim

Die Gemeinde sucht einen Standort für eine Mobilfunkantenne. Anders als in vielen anderen Kommunen, richten die Jesenwanger Räte den Blick dabei auf die Ortsmitte. Neben einer besseren Versorgung soll das auch weniger Strahlenbelastung bringen.

Jesenwang – 

Derzeit wird Jesenwang von einer Antenne auf dem Landsberieder Wasserturm versorgt. Wie ein Telekom-Mitarbeiter nun im Gemeinderat ausführte, ist dies aber nicht zukunftsfähig. Wenn 2018 das ISDN-Netz abgeschaltet wird, würden Internetanschlüsse bei einem DSL-Ausfall komplett über das LTE-Netz laufen. Dafür sei die Versorgung aus Landsberied aber zu schwach.

Etwaige Bedenken wegen der Strahlenbelastung zerstreute der Telekom-Mitarbeiter: „Die Handys und Antennen regeln ihre Leistung auf das nötige Maß herunter.“ Soll heißen: Je näher das Handy an der Antenne ist, desto geringer fällt die Strahlung aus. Bei größerem Abstand müsse die Leistung dagegen gesteigert werden, damit eine ausreichende Versorgung gegeben ist.

Ein Standort am Flugplatz könne weder die nötige Kapazität bieten, noch die Strahlenbelastung gering halten, so der Fachmann weiter. Er bezeichnete einen Standort auf dem Altenheim als ideal. Doch die Kreisklinik als Betreiber habe der Telekom eine Absage erteilt.

Hans Wimmer (Einigkeit) will es dabei jedoch nicht belassen: „Wir sollten von Seiten der Gemeinde noch einmal einen Vorstoß in diese Richtung machen.“ Auch Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU) würde diesen Standort begrüßen. „Der Gemeinderat ist gegenüber einer Antenne in der Ortsmitte positiv eingestellt, ein Mast außerhalb macht keinen Sinn“, sagte er.

Deshalb will der Rathauschef bei nächster Gelegenheit das Gespräch mit Landrat Thomas Karmasin suchen, der Vorsitzender des Verwaltungsrats der Klinik ist. Dabei will er ausloten, ob die Antenne auf dem Seniorenheim nicht doch zugelassen werden kann. (ad)

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