„Kündigung war langer Prozess“

Jetzt äußert sich das Brucker Forum zum Austritt der Gröbenzeller

Gröbenzell – Ende Juli löst sich das Forum Gröbenzell auf. Zuvor waren monatelange Verhandlungen über die Weitergabe von Zuschüssen mit kirchlichen Institutionen gescheitert.

Jetzt meldet sich das Brucker Forum, bei dem das Gröbenzeller Forum bis Ende 2015 Mitglied war, zu Wort.

Der Kündigung der Gröbenzeller ging ein langer Prozess voraus, sagt Wolfgang Tauner, Vorsitzender des Brucke Forums. Eine modifizierte Neufassung des Vertrages sollte verhandelt werden. Das scheiterte jedoch.

Das Gröbenzeller Forum wollte eine „angemessene Verteilung und Weitergabe der staatlichen und kirchlichen Zuschüsse entsprechend den Leistungen der ehrenamtlich Tätigen“, erläutert Dieter Huttenloher, Vorsitzender des Forum Gröbenzell. Bisher waren die Zuschüsse nämlich nicht auf Basis der geleisteten Stunden sondern pauschal ausgezahlt worden. Eine 20-Stundenkraft war davon finanziert worden, 2014 die 20 Stunden auf 15 reduziert worden.

Gröbenzell wünschte allerdings, zum Status von vor 1979, wo eine Kooperationsvereinbarung bezüglich der Zuschüsse getroffen worden war, zurückzukehren, ist Christine Höppner (Geschäftsführerin des Brucker Forums) überzeugt. Doch dieses könne das Brucker Forum „aufgrund seiner diözesanen Struktur der katholischen Erwachsenenbildung nicht bieten“, erläutert sie. „Ein eigenständig geführter Verein auf Gemeindeebene widerspricht der Struktur von katholischer Erwachsenbildung,“ ist Huttenloher überzeugt.

Auch weitere Verhandlungen scheiterten, selbst eine Mediation des Gröbenzeller Bürgermeisters Martin Schäfer war erfolglos. Als Folge kündigte das Gröbenzeller Forum zum 1. Januar seine Mitgliedschaft. Ein Austritt, kein Ausschluss, wie Dekan Albert Bauernfeind betont. Der Austritt aber hatte zur Folge, dass „allen weiteren Zuwendungen und Unterstützungen die rechtliche Grundlage entzogen“ war, erläutert Höppner. Außer von der Gemeinde Gröbenzell floss kein Geld mehr an das Forum. Daher beschlossen die Mitglieder die Auflösung. Bis zum Sommer finden noch Kurse des Gröbenzeller Foru

ms statt, etwa 500 Hörer haben sich angemeldet. Wie Höppner betont, wird e darüber hinaus katholische Erwachsenenbildungsarbeit in Gröbenzell geben. Das Eltern-Kinderprogramm und Tragekurse laufen bereits.

sus

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