Entscheidung ist gefallen

Jetzt ist es endgültig: Aus für Gröbenzeller Forum

Gröbenzell – Nun ist es vorbei. Seit mehr als 50 Jahren, seit 1964, hat das Forum Gröbenzell in der Gemeinde am Gröbenbach katholische Erwachsenenbildung angeboten. Und dies mit großem Erfolg, im vergangenen Jahr hatte das Gröbenzeller Forum 4000 Teilnehmer gezählt.

Nun musste dessen Vorsitzender Dieter Huttenloher tief enttäuscht mitteilen, dass bei einer Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen wurde: Der Verein wird Ende Juli aufgelöst. Verhandlungen über die Weitergabe von Zuschüssen mit kirchlichen Institutionen sind gescheitert.

Seit Mitte der 1970er-Jahre wurden von Staat und Kirche Zuschüsse für die ehrenamtliche Erwachsenenbildung bezahlt. Um ebenfalls Zuwendungen zu erhalten, war der Verein Gröbenzeller Forum 1979 Mitglied des Brucker Forums geworden. Eine Vereinbarung über die Weitergabe der Zuschüsse wurde geschlossen.

Diese Kooperationsabmachung hat das Brucker Forum Ende 2015 gekündigt. Eine erneute Vereinbarung aber scheiterte. Das Gröbenzeller Forum wünschte sich eine „angemessene Verteilung und Weiterreichung der staatlichen und kirchlichen Zuschüsse entsprechend den Leistungen der ehrenamtlich Tätigen“, erläutert Huttenloher. Bisher waren die Zuschüsse nämlich nicht auf Basis der geleisteten Stunden, sondern pauschal mit der Bezahlung einer 20-Stunden-Halbtagskraft weitergeleitet worden.

2014 waren die 20 Stunden dann um fünf reduziert worden. Über ein Jahr lang wurde verhandelt – ohne Erfolg. Deshalb hat das Gröbenzeller Forum seine Mitgliedschaft im Brucker Forum beendet. Auch Bürgermeister Martin Schäfer konnte nicht vermitteln. Dieter Huttenloher bedauert dies sehr, denn mit rund 4000 Teilnehmern im Jahr habe das Gröbenzeller Forum das gesellschaftliche Leben entscheidend geprägt. Er ist überzeugt: Ein eigenständig geführter Verein auf Gemeindeebene widerspreche der Struktur von katholischer Erwachsenenbildung.

Bis zum Sommer aber finden noch Kurse des Gröbenzeller Forums statt, etwa 500 Bürger haben sich angemeldet. Da so mancher Kurs bereits seit Jahren besteht, hofft Huttenloher, dass diese in anderen Erwachsenenbildungseinrichtungen Gröbenzells ein neues Zuhause finden können. Wie die Geschäftsführerin des Brucker Forums, Christine Höppner, betont, wird es auch in Zukunft katholische Erwachsenenbildungsarbeit geben. Sie soll wie etwa in Bruck oder Mammendorf an die jeweilige Pfarrei angegliedert werden. Sicherlich würden sich die Angebote verändern, doch so mancher altgediente Referent habe bereits sein Interesse an einer Weiterarbeit signalisiert. susanne schwind

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