Peta schlägt Alarm

Bär Ben jetzt in Gunzenhausen aufgetaucht

Fürstenfeldbruck/Gunzenhausen - Wieder Aufregung um Ben den Bären, der dem derzeit in Bruck gastierenden Zirkus gehört. Die Tierschutzvereinigung Peta erhebt schwere Vorwürfe, nachdem das Tier in seinem Käfig von Treuchtlingen in einen Ort bei Gunzenhausen gebracht wurde.

Schon in Treuchtlingen hatten Tierschützer wegen der Unterbringung des Bärs protestiert, berichtete am Freitag auf Nachfrage ein Journalist aus dem Frankenland. Dann wurde Ben der Bär in den Ort bei Gunzenhausen gebracht. Hier steht sein Käfig in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohnhäusern.

Polizei und das örtliche Veterinäramt waren vor Ort. Die Vorwürfe von Peta, wonach Ben in einem engen Käfig gehalten und dann daraus befreit worden sei, wollte ein Sprecher der Polizei allerdings nicht bestätigen. Vor Ort habe ein Tierwärter eine Klappe geöffnet, die zu dem Teil des Käfigs gehört, in dem Ben war. Das habe mit dem Einsatz aber nichts zu tun gehabt.

Vor dem Käfig sei dann ein Außengehege aufgebaut worden. Die Behörden verboten allerdings, dass Ben dieses Außengehege betritt. Denn es sei nicht sicher genug gewesen, so ein Sprecher der Polizei.

Laut Peta darf Ben nun den ganzen Wagen benutzen, nicht nur den hinteren Teil desselben Die Tierschutzvereinigung fordert das zuständige Landratsamt in Gunzenhausen-Weißenburg nun auf, den Bären zu beschlagnahmen. Diese Art der Haltung sei Tierquälerei. Für Peta ist Ben der Bär zum Symbol des Kampfes gegen Wildtiere im Zirkus geworden. Der Bär sei der letzte, der überhaupt noch in einem Wanderzirkus in Deutschland unterwegs sei, so ein Peta-Sprecher.

Das zuständige Landratsamt war am Freitagnachmittag nicht mehr zu erreichen.

Am Freitagnachmittag war es auch in Bruck zu einer Demo gegen den Zirkus gekommen, dem Ben gehört.

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