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Das Jexhof-Team mit dem neuen Programm.

Ausstellungen und Co.

Jexhof mit neuem Jahresprogramm

Landkreis – Dass die meist unfreiwillige Zuwanderung nicht allein ein Phänomen dieser Tage ist, will demnächst auch der Jexhof zeigen. Die „Flucht“ ist das diesjährige Hauptthema des Bauernhofmuseums, das mit einer großen Ausstellung den Bogen von den Vertriebenen vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zu den heutigen Asylsuchenden spannen will.

Im Mittelpunkt stehen die Biographien einzelner Mi-granten und deren „Habseligkeiten“, die letzten und wichtigsten Gegenstände, die mitgenommen wurden.

Dem Thema widmen sich auch mehrere Einzelveranstaltungen. So ein – noch in Arbeit befindliches – musikalisch-satirisches Theaterstück, mit einem „Fluchtkoffer“ voller Aufzeichnungen einer vertriebenen Familie aus dem Böhmerwald als Hauptdarsteller. Schon vorher sind Asylhelfer eingeladen, um ihre Arbeit zu präsentieren. Künstler oder Musiker unter den Flüchtlingen sollen an diesem Tag ebenfalls eine Bühne finden.

Auch die Winter-Ausstellung hat die Fremde zum Thema und beleuchtet die kuriose Tradition längst vergangener Jahre, einen sich mit einer Kopfbewegung bedankenden „Nick-Neger“ als Spenden-Sammeldose für die „Heidenmission“ zu benutzen.

Neu am Jexhof ist der monatliche, gemeinsame „Sing-Stammtisch“, bei dem jedermann „ganz frei und nach dem Gehör“ mitmachen kann. Zum krönenden Abschluss wird gejodelt. Ebenfalls Premiere hat der „Erste Schultag“ am Nachmittag des ersten Schultags, eine Mischung aus Essen, Spiel und pädagogischem Angebot. Weitere Besonderheit unter vielen Dutzend Programm-Punkten: Die Kulturnacht mit einer Bier-Geschichte von Babylon bis Bayern samt Kostprobe.

Auch die Freunde des Jexhofs sind nicht nur beim Ochsen-Braten und Wildessen zu Gast. Der Förderverein will einen alten Bauwagen zum Bienenhaus umbauen, das einen festen Platz am Einödhof finden soll. Langfristig ist im Sinne der Naturpädagogik und des Angebots an ganz junge Besucher (und deren Eltern) ohnehin an eine erweiterte Tierhaltung über eine Katze und ein paar Schafe hinaus gedacht. Auch einige „Leihschweine“ könnten von Frühjahr bis Herbst auf dem Jexhof leben.  op

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