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Klassik-Duo aus Reiterei und Musik in Arena

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Von: Ulrike Osman

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Einige der portugiesischen Reiter mit (stehend, von links) Florian Zwipf-Zaharia (langjähriger Veranstalter des Orff-Festivals Andechs), Regisseurin Katrin Stolz und Heinrich Prinz von Bayern.
Einige der portugiesischen Reiter mit (stehend, von links) Florian Zwipf-Zaharia (langjähriger Veranstalter des Orff-Festivals Andechs), Regisseurin Katrin Stolz und Heinrich Prinz von Bayern. © Osman

Klassische Musik und klassische Reiterei sollen sich am Freitag (5. August) in der Arena von Schloss Kaltenberg zu einem Gesamtkunstwerk verbinden. „Carmina Burana Cavallo“ heißt das Open-Air-Event.

Kaltenberg – Die eigens für Kaltenberg inszenierte Aufführung von Carl Orffs Carmina Burana mit der Philharmonie Salzburg, dem Mendelssohn-Vocalensemble aus München, dem Tölzer Knabenchor, drei Solisten und 32 Pferden war eine Idee von Florian Zwipf-Zaharia, dem langjährigen Veranstalter des Orff-Festivals Andechs Ammersee. Als der Gedanke an Prinz Heinrich von Bayern herangetragen wurde, war dieser sofort begeistert.

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„Kaltenberg ist ein Ort, der sehr gut mit Pferden harmoniert. Und es ist eine tolle Idee, ein Konzert mit einer Pferde-Choreografie zu unterstützen“, so der Geschäftsführer der Ritterturnier Kaltenberg Veranstaltungs-GmbH beim Pressetermin. „Das wird ein Fest.“

Iseulys Deslé führt eine Freiheitsdressur vor. Die Pferde sind sogenannte Isabellen – so heißt die helle Fellfarbe, ursprünglich ein Gendefekt, die aber dann weitergezüchtet wurde, weil man sie so schön fand.
Iseulys Deslé führt eine Freiheitsdressur vor. Die Pferde sind sogenannte Isabellen – so heißt die helle Fellfarbe, ursprünglich ein Gendefekt, die aber dann weitergezüchtet wurde, weil man sie so schön fand. © Osman

Die Pferde waren kurz zuvor eingetroffen und drehten vor den Kameras der Fotografen erste Runden durch die Arena. Zwipf-Zaharia hat gemeinsam mit Regisseurin Katrin Stolz besondere Tiere für die Show ausgewählt, darunter edle Lusitanos aus der portugiesischen Hofreitschule in Lissabon. Barockpferderassen wie diese seien prädestiniert für die Show-Reiterei, so Stolz. „Sie sind nervenstark, aber auch eigensinnig.“ Zwischen den Tieren und ihren Reitern bestehe eine ganz besondere Verbindung. Für die Männer hätten die Pferde „einen höheren Stellenwert als die Ehefrauen“.

Eine weitere Gruppe aus Portugal präsentiert das Garrocha-Reiten – Kunststücke mit über drei Meter langen Hirtenstäben, die an einem Ende angezündet werden. Eine Freiheitsdressur mit sechs champagnerfarbenen Wallachen wird die Belgierin Iseulys Deslé vorführen.

Stolz verhehlt nicht, dass die Produktion für alle Beteiligten „eine unglaubliche Herausforderung“ ist, zumal noch diverse Showeffekte hinzukommen. Unterdessen sind die Chorsänger und Musiker in Salzburg zusammengekommen, um unter der Leitung von Elisabeth Fuchs gemeinsam zu proben. Am Tag vor der Aufführung treffen sich alle Mitwirkenden erstmals in Kaltenberg, um die einzelnen Elemente der Show zusammenzuführen.

Als Solisten sind Gloria Rehm (Sopran), Johannes Kammler (Bariton) und Andreas Fischer (Tenor) zu hören. Dass live gespielt und gesungen wird, ist für Zwipf-Zaharia wesentlich für die Wirkung der Show, auch wenn der Klang verstärkt werden müsse, um unter freiem Himmel dieselbe Wucht zu entfalten wie im Konzertsaal.

Da die Carmina Burana nur knapp 70 Minuten dauert, ist ein Vorprogramm mit dem Weltmusik-Quartett Quadro Nuevo geplant. Mit der Philharmonie Salzburg spielt die Gruppe ihr Programm „End of the Rainbow“.

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