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Die Reiter sind die Attraktion bei den Kaltenberger Ritterspielen.

Zuschauer sind geschockt

Kaltenberger Ritterturnier: Stuntman und Akrobat schwer verletzt

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Schwarzes Wochenende bei den Kaltenberger Ritterspielen: Ein Akrobat stürzte aus vier Metern Höhe und schlug mit dem Kopf auf eine Bühne auf, ein Stuntman wurde von einem Pferd und gegen eine Mauer geschleudert. 

Kaltenberg – Die Zuschauer waren geschockt. Beide Unfälle sahen schrecklich aus. Die Männer wurden vor Ort durch einen Notarzt versorgt und dann mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Bei der vorletzten Show passierte es. Ein Stuntman aus Frankreich trieb sein Pferd im vollen Galopp durch die Arena. Dann ging er aus dem Sattel und wollte vor der Pferdebrust um den Hals des Tieres herum auf der anderen Seite wieder in den Sattel steigen. Er schaffte es aber nicht, die Übung zu Ende zu bringen – das Tier musste am Ende der Arena abbremsen, wobei der 37-Jährige vom Pferd und gegen eine Mauer geschleudert wurde. Er erlitt eine Fraktur der Halswirbelsäule und Kopfverletzungen.

Laut Polizei hieß es am Samstagabend, dass das Schlimmste zu befürchten sei. Aktuelle Auskünfte zum Gesundheitszustand des Franzosen gibt es derzeit nicht. Wie Kaltenbergs Sprecher Markus Wiegand berichtet, besteht nach seinen Erkenntnissen keine Lebensgefahr. Doch wie es dem Mann genau geht, wisse er im Moment nicht.

Der Franzose gehört zum Team von Mario Luraschi, das seit Jahren in Kaltenberg die Rittershow gestaltet. Der verletzte Stuntreiter war „seit bestimmt fünf Jahren in Kaltenberg dabei“, so Wiegand. Der Franzose kenne die Arena „in- und auswendig“, sei ein Vollprofi. Die Übung des Showreitens, bei der es zum Unfall kam, werde seit etwa 25 Jahren ausgeführt. „Aber irgendwas hat am Samstagabend mit dem Timing nicht geklappt.“

Der Franzose prallte mit dem Kopf voraus gegen die Königsloge und würde dann sofort von einem Notarzt versorgt. Die Show wurde für 20 Minuten unterbrochen, dann fortgesetzt.

Am heutigen Sonntag wird die Show wie geplant am Nachmittag stattfinden. Heute ist der letzte Veranstaltungstag in Kaltenberg.

Wiegand ist die Sorge um den Franzosen, der derzeit im Klinikum Großhadern liegt, anzuhören. Er hoffe, so der Sprecher des Ritterturniers, dass er bald bessere Nachrichten übermitteln könne. Einen so schweren Unfall habe es beim Ritterturnier noch nie gegeben.

Der erste Unfall passierte am Freitag gegen 20 Uhr. Der Akrobat, ein 46-Jähriger aus Bremen, befand sich auf einem Podest über der sogenannten Waldbühne. Der Bremer ist Teil einer Gruppe, die Jonglage und Comedy-Jonlage macht. Er sollte so tun, als würde er das Gleichgewicht verlieren und sich dann – so der Plan – auf eine nahe Traverse retten. Doch der Mann stürzte in die Tiefe und verletzte sich schwer. Er blieb bewusstlos auf der Bühne liegen.

Aus dem Krankenhaus kam dann schon in der Nacht die Nachricht, dass die Verletzungen nicht ganz so schlimm sind, wie zunächst angenommen. Dem Mann geht es besser. Er hat Prellungen und eine schwere Gehirnerschütterung, aber keine Brüche. Er steht noch unter Beobachtung, darf aber wohl am Montag aus der Klinik.

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