Karmasins S-Bahn-Idee: Die Reaktion des Ministeriums

Fürstenfeldbruck - Die Idee klang verlockend, die Absage aus dem Ministerium aber kam schnell.

Die Züge aus Nürnberg sind keine Lösung für die Probleme auf der S 4.

Landrat Thomas Karmasin hatte vorgeschlagen, frei werdende Loks aus Franken in München einzusetzen, um damit für Entlastungen auf der S 4 zu sorgen. Wie ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums gestern auf Tagblatt-Anfrage aber mitteilte, geht das nicht.

Die S-Bahn München sei ein sensibles System, das an der Grenze seiner Belastbarkeit betrieben werde, so der Sprecher. Trotzdem erreiche sie eine hohe Betriebsstabilität. Dies liege auch daran, dass die S-Bahn eine einheitliche Fahrzeugflotte hat, die auch im Störungsfall die erforderliche Flexibilität gewährleistet. Diesen Vorteil würde man mit einer gemischten Flotte aufgeben.

Auch berücksichtige der Vorschlag von Landrat Karmasin nicht, dass die Altfahrzeuge aus Nürnberg weder den qualitativen Anforderungen noch den Erfordernissen der Barrierefreiheit genügen. „Nicht ohne Grund sollten diese Fahrzeuge daher auch in Nürnberg längst ausgemustert sein und werden dort nur noch für das Ersatzkonzept bis zum Einsatz der Neufahrzeuge verwendet“, so der Ministeriumssprecher. Ferner müssten für diese Fahrzeuge erst die erforderlichen Ersatzteillager, Werkstatt- und Abstellvoraussetzungen geschaffen werden.

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