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4000 Tonnen Kartoffeln passen in die Halle von Thomas Waldleitner (r.). Heuer könnte sie voll werden.

Nach Sorgen im Juni

Kartoffel-Ernte läuft jetzt auf Hochtouren

Fürstenfeldbruck - Auf 730 Hektar haben Bauern im Landkreis Fürstenfeldbruck heuer Kartoffeln angepflanzt. Jetzt ist die Ernte in der heißen Phase – und sie fällt besser aus als gedacht.

"Vor allem im Juni haben wir uns große Sorgen um die Ernte gemacht. Da hat es lange nicht geregnet“, sagt Landwirt Thomas Waldleitner aus Hattenhofen. Denn Kartoffeln brauchen viel Feuchtigkeit. Und das Frühjahr war extrem trocken. Doch der Regen im Juli und August konnte das Defizit auffangen. Dieses Jahr sei die Ernte sogar leicht überdurchschnittlich, so Waldleitner. Das wirke sich natürlich auch auf die Preise aus.

 Im westlichen Landkreis werden vor allem so genannte Veredelungskartoffeln angebaut, im östlichen Landkreis Speise- und Stärkekartoffeln. Veredelungskartoffeln werden zum Beispiel zu Pommes Frites weiterverarbeitet. Sie werden speziell für diese Anforderung gezüchtet. Wenn eine übergroße Ernte besteht, können Veredelungskartoffeln oft gar nicht komplett verarbeitet werden. Grundsätzlich ist die Kartoffelernte sehr arbeitsintensiv. Bei Waldleitner und seinem Schwiegersohn Christian Ableitner werden die Knollen mit sogenannten Rodern vom Feld geholt.

Die Steine werden schon vor Ort ausgelesen. Auf dem Hof sortieren dann Erntehelfer aus dem Dorf von Hand weiter aus: Erdklumpen und grüne, faule, beschädigte oder zu kleine Kartoffeln. Die kleinen Kartoffeln werden als Bratkartoffeln weiterverwertet. Die restlichen Veredelungskartoffeln werden dann in großen Hallen mehrere Monate, meist bis zum Mai oder Juni des folgenden Jahres, bei acht Grad gelagert. „Wenn es ganz voll ist, passen 4000 Tonnen in das Lager“, erklärt Waldleitner. Und heuer könnte es voll werden. Von 7 Uhr bis 21 Uhr abends ist derzeit der Roder im Einsatz. Die Helfer sind oft bis 22 Uhr mit dem Aussortieren beschäftigt.

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