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Keine Sparmöglichkeiten beim Kinderhaus

Schöngeising – Die Kosten für die Kinderhauserweiterung bereiten dem Gemeinderat nach wie vor Kopfzerbrechen. Mit den Planern suchte man deshalb nach Einsparungsmöglichkeiten – praktisch ohne Erfolg.

Wie in der ausführlichen Diskussion deutlich wurde, können weder durch Änderungen an der Heizungsanlage noch durch eine andere Dachform die Kosten gesenkt werden. Bürgermeister Thomas Totzauer (FW) hofft, dass bei den Ausstattungsvarian-ten und den Außenanlagen Geld gespart werden kann.

Wie teuer der Bau tatsächlich werde, sehe man erst bei der Ausschreibung. Im Raum steht im Moment ein Kostenvolumen von fast zwei Millionen Euro.

Architekt Wilhelm Greulich schlug vor, die Räte sollen als Anschauungsobjekt den ebenfalls von ihm geplanten Kindergarten in Egenhofen besichtigen. Dort könnten sie einen Eindruck von der Ausstattung bekommen, die auch für Schöngeising vorgesehen sei. Etwas anderes als „gehobener Standard“ komme für den Kinderhausbetrieb kaum in Frage.

Vize-Bürgermeister Hartmut Knobloch (FW) wollte wissen, warum der weniger als zwei Jahre alte Egenhofener Kindergarten erheblich günstiger habe realisiert werden können – nämlich zum Preis von 2700 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche, während man in Schöngeising auf 4000 Euro komme. Greulich erklärte, man habe seinerzeit für die größere Fläche bessere Preise bekommen und zu einem günstigen Zeitpunkt ausgeschrieben. Außerdem sei die Honorarordnung seitdem erhöht worden.

Jetzt stehen für Architekten- und Ingenieurleistungen rund 300 000 Euro in der Kostenschätzung – eine Zahl, die Markus Pröll (SPD) kritisch hinterfragte. Laut Greulich sind darin auch die Leistungen sämtlicher Fachplaner enthalten. Totzauer erklärte, die Honorare seien vorgegeben und geprüft.

Diskussionen gab es auch um die Außengestaltung, insbesondere die neu zu schaffenden Parkplätze. Diese könnten neben den vorhandenen Stellflächen an der Scherrer-Wiese oder, so der Vorschlag von Christian Sandmayr (FW), vor dem alten Haupteingang des Gebäudes entstehen. Landschaftsarchitekt Max-Joseph Kronenbitter sieht „noch viel Flexibilität in den Planungen“, da der Baubeginn der Außenanlagen wohl erst in einem Jahr stattfindet. 

Ulrike Osman

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