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„Wir haben das Problem, dass wir in einem Kiesabbaugebiet liegen“, sagte Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU) im Gemeinderat.

Betriebe zögern Wiederverfüllung hinaus

Ungestopfte Kies-Löcher in Jesenwang

Jesenwang – Die vielen Kiesgruben rund um Jesenwang verwandeln die Landschaft in einen Emmentaler Käse. Und das wird erst einmal so bleiben.

Der Gemeinderat will, dass einige Löcher verfüllt werden. Die Wiederverfüllungs-Zeitpläne sollen künftig nicht mehr hinausgezögert werden. Doch das ist nicht so einfach.

„Wir haben das Problem, dass wir in einem Kiesabbaugebiet liegen“, sagte Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU) im Gemeinderat. Die Firmen seien deshalb privilegiert, die Kommune könne nichts dagegen tun, dass Gruben entstehen.

Ein Antrag auf eine neuerliche Verlängerung des Zeitplans zur Wiederverfüllung bis zum Jahr 2024 stieß dennoch auf deutlichen Widerstand. „Wir wollen, dass irgendwann auch mal wieder ein Loch zugemacht wird“, sagte Josef Hörhager (Einigkeit). Für die betreffende Kiesgrube war der Zeitplan bereits einmal verlängert worden. Und Hörhager befürchtete, dass es nicht der letzte Antrag dieser Art bleiben wird: „In ein paar Jahren steht die Firma dann wieder da und will verlängern“ – zumal das Abbauunternehmen bislang keinerlei Anstalten zur Wiederverfüllung gemacht habe und die Grube eher als Lager nutze.

Fraunhofer befürchtete, dass eine Ablehnung des Antrags aufgrund der Privilegierung nicht rechtens sein könnte – und dann statt der Gemeinde das Landratsamt zustimmen würde. „Eigentlich ist es ein Schmarrn, dass wir über etwas abstimmen sollen, bei dem wir nur zustimmen können“, schimpfte Hörhagers Fraktionskollege Josef Bichl.

Letztlich segneten die Räte die Verlängerung des Verfüllungszeitplanes bis 2024 einstimmig ab – allerdings verbunden mit dem Hinweis, dass einer neuerlichen Verlängerung in einigen Jahren nach derzeitigem Stand nicht mehr zugestimmt werde.

von Andreas Daschner

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