In Puchheim

Kinderhaus-Kosten werden neu kalkuliert

Puchheim – Für das Projekt Kinderhaus II im Wohnpark Roggenstein hat der Stadtrat zwar einstimmig grünes Licht gegeben. Die zu erwartenden Kosten des Baus lösten aber einige kritische Nachfragen aus.

Auf 6,6 Millionen Euro hat die Rathausverwaltung diese vorläufig veranschlagt. Geplant ist ein zweistöckiges Gebäude mit Dachgeschoss. Ein Keller ist nicht vorgesehen. Im Erd- und ersten Obergeschoss werden vier Kindergarten- und eine Krippengruppe ein Zuhause finden, im zweiten Obergeschoss und Dachgeschoss sind jeweils zwei Drei- und zwei Zweizimmerwohnungen und im Dachgeschoss fünf Einzimmerappartements geplant. Die Wohnungen sind für städtische Bedienstete vorgesehen.

Die genannten Baukosten könnten sich aber noch verändern, wurde den Stadträten im Arbeitspapier mitgeteilt. Im November werde aufgrund genauerer Berechnungen und Kostenermittlungen aller Planungsbeteiligten die Projektgenehmigung hinsichtlich der Baukosten daher erneut vorgelegt.

„Können wir nicht günstiger bauen?“, lautete angesichts der Kostenschätzung die Frage von Michaela von Hagen (Freie Wähler). Eine Frage, die Bürgermeister Norbert Seidl (SPD) als Anregung mitnahm.

Heftig widersprach er aber einer Bemerkung Max Keils (UBP), der seinen Wunsch, den Bau einem Generalunternehmer zu übergeben, mit Kostenexplosionen in den vergangenen Jahren begründete. „Was gebaut wurde, hat sich im Kostenrahmen bewegt“, hielt der Rathauschef Keil entgegen. Seidl räumte aber ein, dass es beim Umbau des einstigen Postgebäudes zum Jugendzentrum zu Steigerungen gekommen ist. „Ob ein Bauträger günstiger wird, wage ich stark zu bezweifeln“, sagte Seidl. Denn ein Unternehmer wolle verdienen. Auch Erich Pürkner (CSU) riet von einem Generalunternehmer ab, in einem solchen Fall müsse eine genaue Baubeschreibung gemacht werden, sonst werde man über den Tisch gezogen. Der Antrag Keils fand dann lediglich zehn Befürworter und wurde mit 20 Stimmen abgelehnt. (sus)

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