Sechs mutmaßliche IS-Mitglieder in mehreren Bundesländern festgenommen

Sechs mutmaßliche IS-Mitglieder in mehreren Bundesländern festgenommen
 Gürkan Erkilic von der Türkisch-Islamischen Gemeinde.

Nachgefragt 

„Türkisch bleibt bei der dritten Generation oft auf der Strecke“

Germering – Das Cineplex Kino in Germering zeigt ab Donnerstag, 16. Februar, den Streifen „Recep Ivedik 5“ in türkischer Originalvertonung. Die beliebte türkische Komödienfilmreihe geht damit in die fünfte Runde. Der Vorstand der Türkisch-Islamischen Gemeinde Germering Gürkan Erkilic erzählt im Gespräch mit unserer Zeitung, was er von dieser Aktion hält.

-Haben Sie von der Vorführung des Films im türkischen Originalton gehört?

Nein, ich habe erst von meinen Kindern erfahren, dass es einen neuen Teil geben wird. Aber die Filmreihe ist sehr beliebt in der türkischen Gemeinde und ich glaube, dass der Film gar nicht mehr auf deutsch synchronisiert wird.

-Wie finden Sie generell die Aktion des Kinos?

Die Idee, die Filme im Original zu belassen, finde ich aus zwei Gründen sehr gut. Zum einen behalten gerade in Komödien die lustigen Szenen ihren Witz, wenn sie nicht übersetzt werden. Und zum anderen ist es gut für die türkischen Kinder und Jugendlichen. Denn in der jetzigen, dritten Generation der Deutsch-Türken wird immer besser und früher Deutsch gesprochen, doch das Türkisch bleibt dabei oft auf der Strecke. Mit solchen Veranstaltungen haben die Kleinen wieder mehr Berührung mit der Sprache und das auf unterhaltsame Weise. Zweisprachigkeit bei Kindern finde ich immer eine gute Sache, egal ob es Englisch, Französisch oder eben Türkisch ist.

-Der Film wird mit deutschen Untertiteln ausgestrahlt. Glauben Sie, dass auch Deutsche den Weg ins Kino finden werden?

Ich gehe eher nicht davon aus. Nicht weil ich denke, dass türkische Filme für Deutsche uninteressant sind, sondern weil diese Reihe sehr speziell auf den türkischen Humor zugeschnitten ist. Außerdem ist es doch sehr anstrengend, einen ganzen Film lang die Untertitel zu lesen und dabei die Sprache nicht zu verstehen.

Das Gespräch führte Tom Eldersch.

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