Neubau in Marthashofen wird gebraucht

Kita-Plätze sind in Grafrath Mangelware

Grafrath - Die Gemeinde braucht die Kindergartenplätze in Marthashofen. Das geht aus den Zahlen hervor, die nun dem Sozialausschuss vorgelegt wurden.

Mit den Plätzen im Kinderhaus des Altenwerks kann der Bedarf fürs kommende Schuljahr gedeckt werden. Und das ist wichtig.

Der Neubau des Kinderhauses in Marthashofen wird für die Gemeinde wohl teuer. Wie mehrfach berichtet, beteiligen sich kaum Nachbargemeinden an den Investitionskosten, obwohl sie Plätze in der Einrichtung belegen. Um einen Neubau kommt man in Marthashofen aber nicht herum, da das bestehende Gebäude nicht mehr zeitgemäß ist.

Nach derzeitigem Stand müsste die Gemeinde Grafrath 900.000 Euro in die Hand nehmen, um das Projekt zu bezuschussen. Das hatte schon im Finanzausschuss die Kritik von Bernd Traut (GE) hervorgerufen, der angedeutet hatte, dieses Geld lieber in eine gemeindeeigene Einrichtung stecken zu wollen. Das war jedoch Thema der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung.

Voraussichtlich 47 Kinder werden im kommenden Schuljahr einen Kindergartenplatz beanspruchen. Das geht aus der Bedarfsplanung der Gemeinde hervor. Lediglich 24 Plätze kann die Kommune jedoch im Kindergarten St. Mauritius anbieten. Um den Gesamtbedarf zu decken, ist die Kommune auf Marthashofen angewiesen. Dort werden durch Kinder, die ins Schulalter kommen, 32 Plätze frei. Inklusive St. Mauritius ist damit für 56 Mädchen und Buben ein Platz vorhanden.

24 aktuelle Krippenkinder kommen im Herbst ins Kindergartenalter: 22 in der Rassobande und zwei in Marthashofen. Die voraussichtlich benötigten Plätze im Kindergarten errechnen sich aus diesen 24 Kindern, sowie aus weiteren geschätzten 20 Neuanmeldungen aus dem Geburtenjahrgang 2013, die die Krippe nicht besuchen. Dazu kommen drei Kinder, die derzeit noch in der Nachbargemeinde Kottgeisering untergebracht sind, aber wohl nach Grafrath wechseln.

Für die Kinder im Krippenalter stehen in der Gemeinde derzeit vier Gruppen zur Verfügung: eine in Marthashofen und drei in der Rassobande.

Die genauen Anmeldezahlen liegen zwar noch nicht vor. Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) geht jedoch davon aus, dass man den Bedarf in den vier Gruppen decken kann. Er sagte im Ausschuss: „Da sollten wir aufgrund der hohen Zahl von Mädchen und Buben, die in den Kindergarten wechseln, genug Puffer haben."

von Andreas Daschner

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