Dreimal angeschlagen hat Pfarrer Christoph Böhlau die neue Glocke für die evangelische Friedenskirche. Foto: Weber

Klingender Neuzugang für den Turm der Friedenskirche

Eichenau - Ein glockenreines Klangerlebnis bescherte die evangelische Kirchengemeinde jetzt den Besuchern ihres Erntedankgottesdienstes.

Die vierte und letzte Glocke für den Turm der Friedenskirche wurde im Rahmen des Gottesdienstes geweiht. Ehe Pfarrer Christoph Böhlau die neue Glocke dreimal anschlug, nannte er ihre Aufgabe: „Sie soll die Gemeinde zum Gottesdienst, zu Wort und Sakrament und zum täglichen Gebet rufen. Und daran erinnern, dass Stunde, Tag und Jahr in Gottes Händen stehen.“

Auch das neue Musikinstrument werde diese Aufgabe klangvoll erfüllen, sagte Böhlau. Im Turm hängen wird der letzte Neuzugang erst im Laufe dieser Woche. Damit ist endgültig der Bogen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geschlagen.

Denn die vierte neue Glocke löst die seit 1937 läutende so genannte historische Glocke ab. Deren Klang hatte sich nicht mit dem bereits vorhandenen Trio vertragen. „Das haben wir erst bemerkt. als sie alle im Turm hingen“, erinnert sich Böhlau an den Erntedanktag vor drei Jahre zurück. Da war der neue Turm eingeweiht worden.

In dem war die kleine Glocke wegen ihres niedrigen Gewichts von 80 Kilogramm und ihrer dünnen Rippe neben den drei anderen untergegangen. Die Neue, die von einer Karlsruher Firma gegossen wurde, ist um 60 Kilogramm schwerer. Gestiftet wurde sie von Beate und Jochen Engel, Katharina Prestele, Wilhelm Frenz und der Familie Krüger. Das Bildmotiv zeigt den auferstandenen Jesus Christus.

Dennoch wird die historische Glocke nicht so einfach entsorgt. Sie wird im Inneren der Friedenskirche einen würdigen Platz bekommen, kündigte Pfarrer Böhlau den Gemeindemitgliedern an. „Als Erinnerung und zur Mahnung“ wie er ergänzte. Denn, so erläuterte Böhlau, es habe nicht immer Zeiten gegeben, in den Glockengeläute willkommen gewesen sei. Hans Kürzl

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