Eine Heimat für alle: Bereits wenige Jahre nach der Gründung entstand das eigene Vereinsheim an der Wolfstraße. 1951 wurde es feierlich eingeweiht.

Jubiläum gefeiert

Die Kolpingsfamilie - Heimat seit 70 Jahren

Olching - Starkbierfest, Maibaumaufstellen, Benefizkonzerte: Mit diesem Programm ist die Kolpingsfamilie fest im Leben der Stadt verankert. Doch der Verein bietet auch der Heimat eine Bühne und zeigt Flagge für die Menschlichkeit – und das seit nunmehr 70 Jahren.

Am 6. Januar 1946 wurde die Kolpingsfamilie Olching gegründet – und genau 70 Jahre später wurde das Jubiläum mit einem Gottesdienst in St. Peter und Paul sowie einem Festabend im Kolpingsheim gefeiert.

Die Flaggen durften bei dem Festgottesdienst in St. Peter und Paul natürlich nicht fehlen.

In den sieben Jahrzehnten des Vereins hat es immer etwas anzupacken oder aufzubauen gegeben. 1972 stand die Kolpingsfamilie aber vor einer besonders harten Bewährungsprobe. Mit nur knapp 20 Jahren musste Eugen Sollinger damals den Vorsitz übernehmen, denn sonst wäre der Verein führungslos geworden. Doch auch diese schwere Zeit wurde gemeistert.

Diese Jahre hat Bürgermeister Andreas Magg (SPD) zwar nicht mehr auf dem Schirm, wie er bei seiner Rede sagte. Doch die letzten zwei Jahrzehnte habe er bewusst miterlebt – als Jugendlicher und Politiker. „Wenn die Kolpingsfamilie etwas organisiert, dann funktioniert es“, zog er Bilanz.

Das gelte ebenso für eine Benefizveranstaltung zugunsten von Pfarrer Josef Aichers Kongohilfe wie für das Starkbierfest, das zum Publikumsmagneten wurde, oder das Aufstellen des Maibaums. Stets sei die Mitmenschlichkeit im Mittelpunkt gestanden, betonte Magg: „Helfen, das hat in jedem der sieben Jahrzehnte in die Zeit gepasst, auch heute.“ Auch der evangelische Pfarrer Andreas Sauer zollte seinen Respekt: „Die Identifikation, die für Stadt und Kirche gezeigt wird, ist hoch.“

Wie die Kolpingsfamilie das in die Tat umsetzt, zeigt sich unter anderem beim Heimat- und Volkstrachtenverein Olching. Obwohl die Mitglieder der Kolpingsfamilie selbst immer wieder mit Erweiterungen und Umbauten an ihrem Vereinsheim beschäftigt waren, bieten sie den Trachtlern dort seit 48 Jahren eine Heimat. Otto Reich, Vorsitzender des Trachtenvereins, sprach daher von einem „nicht nur im wahren Sinn des Wortes gut bestellten Haus“.

Daran tatkräftig mitgewirkt hat Karl Schwojer, der seit September 1972 Mitglied der Kolpingsfamilie ist. Seitdem war er in verschiedenen Funktionen im Vorstand tätig. Aktuell ist Schwojer, der auf der Jubiläumsveranstaltung zum Ehrenmitglied ernannt wurde, vor allem für Finanzen und die Organisation der Großveranstaltungen zuständig.

Doch sorgenfrei geht man trotz der knapp 300 Mitglieder nicht in die nächsten Jahre. So gibt es keine aktive Jugendgruppe, die den Altersbereich von etwa 13 bis 20 Jahren abdeckt. Einen Grund sieht Sprecher Karlheinz Frey in der Nähe zu München. „Da gibt es zu viel Abwechslung. Ähnlich strukturierte Vereine in ländlichen Gebieten tun sich leichter.“ Eine Leitfigur, die Jugendliche zum Mitmachen motiviere, werde vermisst. Daran würden Veranstaltungen wie das Starkbierfest auch nicht viel ändern, so Frey. (hk)

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