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Kostet das Klärwerk bald Millionen?

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Mittelstetten - Auf Mittelstetten kommen in einigen Jahren erhebliche Aufwendungen für die Abwasserbeseitigung zu. Vor allem die Kläranlage muss nachgerüstet werden.

Mit Ablauf dieses Jahres endet die 20-jährige Betriebserlaubnis für das gemeindeeigene Klärwerk an der Glonn. Zwar ist Mittelstetten seit dem Bau der Anlage 1994 nur unwesentlich gewachsen, von der Einwohnerzahl her wäre die Abwasseraufbereitung weiterhin tauglich. Allerdings haben sich die Anforderungen an die Endreinigung seitdem deutlich erhöht.

Eine vor Jahren in Auftrag gegebene Kamerabefahrung des gesamten Netzes wurde aus ungeklärten Gründen nie abgeschlossen. Die beauftragte Firma stellte nie eine Rechnung, 35 000 Euro wurden jahrelang im Haushalt mitgeschleppt und nie abgerufen. Die noch fehlenden 2000 Meter sollen heuer nachuntersucht werden.

Nach dem vorläufigen Zeitplan soll die Kanalsanierung im nächsten Jahr beginnen, ab 2018 dann die Kläranlage umgebaut werden. Das Wasserwirtschaftsamt als zuständige Fachbehörde hat eine Verlängerung der Betriebserlaubnis um fünf Jahre in Aussicht gestellt. Vollkommen unklar ist noch die Höhe der erforderlichen Aufwendungen. Hans Lais (CSU) stellte im Gemeinderat schon mal einen Betrag von rund zwei Millionen Euro in den Raum, die Rücklagen der Gemeinde würden dafür nicht ausreichen. Bürgermeister Ernst Presser (BU) geht dagegen davon aus, dass die Projekte auf jeden Fall vorfinanziert werden können. Die Rechnung bekommen am Ende auf jeden Fall die Bürger, wobei noch geklärt werden muss, ob sie durch einen einmaligen Verbesserungsbeitrag oder langfristig höhere Nutzungsgebühren oder aber eine Mischform aus beiden zur Kasse gebeten werden. Dies wird allerdings erst ein Thema für den nächsten Gemeinderat werden. (op)

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