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Kottgeisering will Bäume pflanzen

Auf drei Arealen

Mehr Bäume: Kottgeisering will Flächen aufforsten

Mehr Bäume in der heimischen Flur: Das wünscht sich die Gemeinde Kottgeisering. Daher sollen drei Areale aufgeforstet werden.

Kottgeisering –Mehr Bäume wachsen sollen künftig im Gemeindewald, auf der Streuobstwiese und auf einer landwirtschaftlichen Fläche. Die Areale liegen allesamt westlich bis nordwestlich vom Ort. Auf der Streuobstwiese sind zuletzt einige Bäume nahen Tiefbaumaßnahmen zum Opfer gefallen. Über die genaue Zahl herrscht Uneinigkeit.

Der Gemeindewald

Während Bürgermeisterin Sandra Meissne (BV) von zwei Bäumen sprach, sind es laut Albert Tibudd, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins (OGV), sogar vier. Laut Katrin Kronenbitter (BV), die auch Vizevorsitzende des OGV ist, seien die kaputten Obstbäume gerade in einem Alter gewesen, in dem sie zu tragen begonnen hätten. „Da blutet einem das Herz“, sagte die BV-Rätin. Unabhängig von der Anzahl der kaputten Bäume sollen Ersatzpflanzungen geschaffen werden, so Meissner. Die Pflege soll wieder der OGV übernehmen. Die Fläche gehöre insgesamt ein wenig hergerichtet.

Kronenbitter sieht sogar Platz für bis zu acht Bäume. Allerdings sei wegen der Schafe auf der Fläche auch ein Gatter zum Schutz der Neuanpflanzungen nötig. Meissner kann sich vorstellen, dass es für den Kauf der neuen Bäume und für das Gatter einen gemeindlichen Zuschuss gibt.

Hochwasserschutz

Mit rund 3300 Quadratmetern ist der Gemeindewald nicht allzu groß, wie Meissner (BV) erklärte. Zuletzt wurde das Gehölz auch durch wiederkehrenden Käferbefall etwas ausgedünnt. Die Rathauschefin hat bereits mit dem zuständigen Förster gesprochen und brachte eine gute Nachricht mit: „Es gibt Förderprogramme.“ Die Programme werden im März neu aufgelegt. So lange würde Meissner gerne mit konkreten Planungen warten. „Vielleicht gibt es dann mehr Geld.“ Im Februar soll sich nun der Gemeinderat mit dem Förster vor Ort treffen. Insgesamt werde die Aufforstung des Gemeindewaldes nicht allzu viel kosten und stelle auch keinen großen Aufwand bei der Pflege dar, so Meissner weiter.

Die ebenfalls zur Aufforstung vorgesehene landwirtschaftliche Fläche liegt laut Meissner im Bereich des Hochwasserschutzes. „Der hat auf jeden Fall Vorrang.“ Außerdem steht noch im Raum, dass die Stadtwerke dort eine weitere Fotovoltaikanlage errichten.

Letztlich segnete der Gemeinderat die Aufforstung des eigenen Waldes einstimmig ab. Bei den beiden anderen Flächen werden noch Fragen geklärt, ehe erneut darüber debattiert wird. Bis dahin will Kronenbitter auch, dass geklärt wird, ob die Aufforstungen einem gemeindlichen Ökokonto für Ausgleichsflächen angerechnet werden könnten. Meissner will das bei der Unteren Naturschutzbehörde erfragen.

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