Da Hitala

Alte Hofnamen sichtbar machen

Kottgeisering – Zugezogene tun sich schwer, wenn die Alteingesessenen von ihresgleichen reden. Denn wer weiß schon, wo der „Churfürscht“, der „Heiffamaa“ oder der „Hiatala“ wohnt (oder gewohnt hat), wenn dieser Name nicht auf dem Klingelschild steht?

Dem will jetzt der Arbeitskreis Ortsgeschichte abhelfen und hat in den vergangenen Monaten anhand von uralten Einwohnerverzeichnissen eine Liste erstellt, in der die historischen Hofnamen und dazu die heutigen, „geschriebenen“ Namen samt Adresse stehen.

In den Gemeinderat eingebracht wurde jetzt der Antrag, die Hofnamen auf ovale, weiß-blaue Emailleschilder zu brennen und an den jeweiligen Häusern anzubringen. Im Zuge der Dorferneuerung würde das Amt für Ländliche Entwicklung die Anschaffung zur Hälfte bezuschussen. Ein Viertel der jeweils rund 70 Euro teuren Schilder würde die Gemeinde finanzieren, ein weiteres Viertel müsste von den Hausbesitzern selbst kommen. „In Frage kommen 30 bis 40 Häuser im alten Ortskern von Kottgeisering“, berichtete Bürgermeisterin Sandra Meissner (BV). An ausgewählten Gebäuden wie dem alten und neuen Rathaus oder dem ehemaligen Pfarrhaus könnten weitergehende Angaben zur Entstehungsgeschichte genannt werden.

Die Mitglieder des Arbeitskreises wollen in den kommenden Wochen den Hausbesitzern das Angebot eines Schildes unterbreiten. Und dabei sicher über die Schreibweise diskutieren, denn geschrieben wurden diese Namen eher selten.  mjk

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