Arbeitskreis

Auf der Suche nach Supermarkt-Alternative

Kottgeisering – Von einem Discounter ist keine Rede mehr. Der Trend in Kottgeisering geht jetzt in Richtung Dorf- oder Hofladen.

Der Arbeitskreis, der sich mit der Nahversorgung von Kottgeiserings Bevölkerung befasst, hat seine Tätigkeit aufgenommen. Gegner und Befürworter des Discounters, der sich zwischen Altort und Siedlung niederlassen wollte und per Bürgerentscheid im Sommer gestoppt wurde, arbeiten bislang weitgehend harmonisch an einem Konzept für den Ort. Noch ist völlig offen, in welche Richtung die Empfehlungen des Arbeitskreises gehen werden.

„Wir haben drei Untergruppen gebildet, die sich mit den Themen Dorfladen, Supermarkt und Wochenmarkt beschäftigen“, berichtet die Leiterin des Arbeitskreises, Sabine Seemann. Bevor sie dem Gemeinderat eine auf die Bedürfnisse der Ortschaft abgestimmte Favoritenlösung präsentieren wollen, sammeln die Mitglieder Informationen.

Wichtige Basis für ihre Arbeit sind allem voran die Ergebnisse der Umfrage, die vor einigen Monaten im Gemeinderat vorgestellt wurde. Von einem Discounter ist keine Rede mehr, eher noch von einem Hofladen, für den erst einmal ein Landwirt begeistert werden müsse. Denn so etwas lässt sich nicht erzwingen, geschweige denn von einem Investor realisieren. Bereits seit über einem Jahr existent ist der Wochenmarkt jeweils am Freitagnachmittag. Statt des Obst- und Gemüsehändlers, der aus familiären Gründen aufgehört hat, ist ein Hendl-Griller auf den Platz am Kriegerdenkmal dazugekommen.

Neben der Frage, ob sich ein Dorfladen oder Supermarkt wirtschaftlich überhaupt tragen würde, ist eine wichtige Frage die, wo ein solcher im Ort gebaut werden könnte. Supermärkte erfordern wegen des großen Stellplatzbedarfs meist eine Ortsrandlage, die aber im Fall Kottgeiserings schnell Konflikte mit dem Landschafts- und Naturschutz nach sich zieht. „Wir treffen uns einmal im Monat und sind offen für weitere Mitstreiter“, sagt Sabine Seemann und freut sich, dass vier Gemeinderäte bereits mitarbeiten. Bürgermeisterin Sandra Meissner (BV) erwartet erste Ergebnisse im Frühjahr, die dann im Gemeinderat diskutiert werden müssen. (mjk)

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