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Keine Umleitungen und Sperrungen mehr: Durch die Bahnunterführung rollen jetzt wieder Autos. 

Sie hat eine Durchfahrtshöhe von fast vier Metern

Bahnunterführung ist wieder befahrbar

Die Arbeiten sind fast abgeschlossen: Seit Kurzem ist die Bahnunterführung an der Jesenwanger Straße nördlich von Kottgeisering wieder für den Verkehr freigegeben. Die Durchfahrtshöhe hatte zuletzt für Diskussionen gesorgt. Sie ist nun fast so hoch, wie die Landwirte gefordert hatten.

Kottgeisering– Drei Wochen später als geplant fließt der Verkehr wiederdurch die Bahnunterführung an der Jesenwanger Straße. Zwei Monate nach dem Einschub der Brücke hat die verantwortliche Baufirma die Fahrbahn freigegeben. Wegen der Sanierung der Überführung war die Straße vor acht Monaten gesperrt worden. Die überörtlichen Umleitungen, die auch den öffentlichen Nahverkehr betrafen, wurden ebenfalls wieder aufgehoben.

Exakt 3,97 Meter misst die Durchfahrtshöhe nun. Damit ist die Unterführung nördlich von Kottgeisering nur drei Zentimeter niedriger als die örtlichen Vertreter des Bauernverbandes gefordert hatten. Im November hatten sie beantragt, die Durchfahrtshöhe auf vier Meter festzulegen, damit auch landwirtschaftliche Maschinen die Unterführung passieren können.

Bürgermeisterin Sandra Meissner (BV) freute sich über die Höhenanpassung an die drei Anschlussstraßen nördlich des Bauwerks und die gefällige Einbindung in die Umgebung. In letzter Minute hatte die Gemeinde erreicht, dass die Durchfahrt höher gebaut wurde.

Beschlusslage war bis Mitte November, die alten Maße von rund 3,40 Metern Höhe beim neuen Bauwerk unverändert zu lassen. Das reichte sowohl für die MVV-Busse als auch für die Feuerwehr. Diese Planung hätte die Gemeinde nichts gekostet, denn die Bahn AG trägt die Baulast alleine – und damit auch die Kosten für den nach 140 Jahren fälligen Neubau.

Offen ist, welche finanziellen Konsequenzen die Aufweitung für die Gemeinde hat. Zudem ist unklar, ob die dafür vom Gemeinderat genehmigten Kosten von 20 000 Euro reichen. „Bis zum Frühjahr soll die Schlussrechnung vorliegen“, so Sandra Meissner. Grund für die ungeklärten Finanzen seien spät geäußerte Wünsche, die eine Umplanung nötig machten.

Die Verwaltung erarbeitet nun Vorschläge zur Beschilderung. Derzeit weist eine Tafel noch auf die Höhenbeschränkung von 3,10 Metern hin – also rund 90 Zentimeter weniger als die Unterführung tatsächlich misst.

Dass überörtlicher Schwerlastverkehr durch die Unterführung rollen wird, glaubt Sandra Meissner nicht. „Gegebenenfalls könnte man im Zuge einer verkehrsrechtlichen Anordnung eine Tonnage-Beschränkung einführen oder die Straße nur für Anlieger frei geben.“ Die höhere Unterführung käme den Kottgeiseringern zu gute.

Derzeit unterbrochen sind Restarbeiten zur Beseitigung von Schrott, Schutt und Aushubmaterial. Im Januar soll dann alles fertig sein.

von Max-Joseph Kronenbitter

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