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Hier könnte der Markt entstehen.

Kottgeisering

Bürger entscheiden über Supermarkt

Kottgeisering - Soll ein Discounter gebaut werden? An diesem Sonntag sind die Bürger zur Entscheidung über diese Frage aufgerufen. Den Kottgeiseringern werden zwei Bürgerentscheide und eine Stichfrage vorgelegt.

Die Befürworter unterstützen die Ansiedlung eines Discounters zwischen dem Ortskern und der Kreuzackersiedlung. Die Gegner wollen das an dieser Stelle bestehende Landschafsschutzgebiet erhalten. 1281 Stimmberechtigte können zwischen 8 und 18 Uhr in einem von zwei Wahllokalen im Rathaus ihre Kreuzerl machen. Damit die Abstimmung gültig ist, muss ein Quorum von 20 Prozent erreicht werden.

 Das bedeutet, dass die Mehrheit der zu jeder der Fragen abgegebenen Stimmen mindestens 257 betragen muss. An das Ergebnis ist der Gemeinderat ein Jahr lang gebunden. Wie berichtet, möchte die Firma Netto an dem Standort nordwestlich der Kreisstraße FFB 5 auf rund 5000 Quadratmeter Grund einen Discounter errichten.

Die Befürworter um Friedrich Drexler, den Besitzer des in Frage kommenden Grundstücks, sehen in den Plänen eine Chance, die Nahversorgung des Ortes zu verbessern. Dies komme vor allem älteren Menschen und Familien zugute. Einkäufe müssten dann nicht mehr zwingend mit dem Auto erledigt werden. „Was wir im Moment haben, kann man nicht als Nahversorgung bezeichnen“, so Drexler. Das vorhandene Angebot – unter anderem ein Bäcker mit Lebensmittelsortiment und ein kleiner Wochenmarkt – decke den Bedarf nicht annähernd.

Die Gegner argumentieren, dass der Discounter im Landschafsschutzgebiet das Ortsbild zerstören würde. Außerdem befürchten sie eine massive Erhöhung des Verkehrsaufkommens, da durch den Markt ein „überörtlicher Einkaufsmagnet“ geschaffen werde. „Der Standort lohnt sich für einen Discounter nur, wenn auch Kunden aus den benachbarten Gemeinden nach Kottgeisering zum Einkaufen fahren“, sagt Sabine Seemann, eine der Initiatorinnen des Bürgerbegehrens gegen die Netto-Ansiedlung.

Die Gegner wünschen sich zwar auch bessere Einkaufsmöglichkeiten für Kottgeisering, jedoch sollten diese in ihren Augen an die Bedürfnisse des kleinen Ortes angepasst sein. Darüber soll eine Bürgerbefragung zur Nahversorgung Aufschluss geben, die die Gemeinde schon länger in der Planung hat. Eine neutrale Projektgruppe könne dann Ideen und Konzepte erarbeiten, so die Discounter-Gegner

Um diese Fragen geht es

Drei Kreuze sind am Sonntag zu machen:

Bürgerentscheid 1 – „Einkaufen in Kottgeisering“: Sind Sie dafür, dass die Gemeinde alle zulässigen bauleitplanerischen und baurechtlichen Maßnahmen ergreift, um zwischen dem Ortskern und der Kreuzackersiedlung nordwestlich der Kriesstraße FFB 5 auf Flur-Nr. 1340 „Griesbründl“ einen Lebensmittel-Discounter anzusiedeln?

Bürgerentscheid 2 – „Kein Discounter im Landschaftsschutzgebiet“: Sind Sie dafür, dass die Gemeinde alle rechtlich zulässigen Maßnahmen ergreift, um die Ansiedlung eines Discounters (zwischen dem Ortskern und der Kreuzackersiedlung nordwestlich der Kreisstraße FFB 5 Flur-Nr. 1340 „Griesbründl“) zu verhindern und damit das Landschaftsschutzgebiet zu erhalten?

Stichfrage – Werden die beim Bürgerentscheid 1 („Einkaufen in Kottgeisering“) und beim Bürgerentscheid 2 („Kein Discounter im Landschaftsschutzgebiet“) zur Abstimmung gestellten Fragen in einer nicht zu vereinbarenden Weise jeweils mehrheitlich mit Ja oder jeweils mehrheitlich mit Nein beantwortet, welche Entscheidung soll dann gelten. (os)

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