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Ran an das Schilf: Schüler der Cäcilienschule der Stiftung Kinderhilfe, ein Förderzentrum zur geistigen Entwicklung, bessern die Röhre aus; rechts Markus Blacek von der Mobilen Umweltschule, links Lehrerin Kerstin Boenisch. 

Am Naturbeobachtungsturm 

Büschel für Büschel das Schilfrohr repariert

Kottgeisering – Knapp ein Jahr nach Einweihung des Naturbeobachtungsturms, bei der auch das Kunstwerk „Schilfröhre“ für versteckte Ausblicke ins Ampermoos freigegeben wurde, war es Zeit für eine Überarbeitung.

Vögel, Sturm und Besucher hatten die begehbare Röhre zunehmend ausgelichtet.

Wie schon beim Neubau damals übernahmen die Cäcilien-Schüler des Förderzentrums zur geistigen Entwicklung an zwei Vormittagen die Arbeiten. Unter der Anleitung von Markus Blacek von der Mobilen Umweltschule in Pähl am Ammersee schnitten sie lange Schilfhalme und banden sie mit Draht zu einzelnen Büscheln zusammen. Diese wurden dann an das Stahlgitter-Gerüst der Schilfröhre geknotet.

Die Kinderhilfe-Lehrerin Kerstin Boenisch ist froh um solche Projekte, weil die Schüler das theoretische Wissen von der Schulbank draußen mit praktischen Arbeiten ergänzen können. Drei Jahre umfasst die an eine normale Berufsschule angelehnte Ausbildung, die auch mindestens zwei Praxistage pro Woche vorsieht. „Ihr Schwerpunkt liegt im Bereich Garten- und Landschaftsbau, deswegen fahren die Schüler mit dem besonderen Förderbedarf auch mal mit den Friedhofsgärtnern raus“, berichtet die Sonderschullehrerin. Dabei seien auch Mädchen für Arbeiten mit einfachen Geräten motivierbar. „Manche blühen richtig auf, wenn sie nicht auf der Couch rumhängen, sondern auf diese Weise für sich etwas Neues entdecken“, stellt Boenisch fest.

Markus Blacek arbeitet auch bei anderen Gelegenheiten immer wieder mal mit den Schülern zusammen, zuletzt im Naturerlebnispark Wartaweil, wo sie leichte Waldarbeiten erledigt haben. „Es profitieren alle: Die jungen Leute, weil sie lernen, mit Werkzeug umzugehen und einen Arbeitserfolg sehen, und die Träger des Projekts Ammerseepfad, weil die Tätigkeiten sonst anderweitig finanziert werden müssten“, sagt der Pädagoge. Nachdem das letzte Schilfbündel befestigt war, versprachen alle, das Projekt im Auge zu behalten.

von Max-Joseph Kronenbitter

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