Entwicklungsplan

Dächer machen Kottgeiseringern Sorgen

Zuerst die Bestandserhebung, dann die Entwicklungsplanung. Zuerst der alte Ortskern, dann die weiter außen liegende Bebauung. 

Kottgeisering  Mit dieser Maßgabe stellte die Stadtplanerin Vera Winzinger einen Zwischenstandsbericht zu der von der Kommune beauftragten Rahmenplanung dem Gemeinderat vor. Der Grund: In der Kottgeiseringer Baukultur ist der Wurm drin.

Winzinger hat sich alle Bebauungspläne im Bereich der Ammersee-, Dorf und Grafrather Straße sowie den Flächennutzungsplan angesehen. Außerdem verzeichnete sie die Nutzung der Häuser und kategorisierte sie nach Gebäude-Art. „Wichtiger Indikator sind die Dachneigungen und der Standort des Hauses an der Straße – vorn oder etwas weiter abgerückt“, sagte Winzinger. Aufgefallen sind ihr wuchtige Gebäude an der Straße. Diese haben wegen der Steilheit des Daches teils zwei Dachgeschosse.

„Die Analyse des Bestands ist wichtig, weil daraus abzuleiten ist, wohin die künftige Entwicklung gehen soll“, so Winzinger. Bei Ortsrundgängen registrierte sie auch die durch Gebäude oder Baumgruppen definierten Raumkanten im Verlauf der Straßen. So kann sie sogenannte Baulinien markieren und notieren. Wird ein Haus abgerissen, könnten die Baulinien mithilfe der Aufzeichnungen wiederhergestellt werden.

Stefan Schleibner (SPD) sorgte sich um das Ortsbild, das durch Dachgauben oder Dachflächenfenster geprägt werde. Eine Generalaussage wollte Winzinger dazu nicht treffen. Sie verwies auf den konkreten Einzelfall. Sie sagte: „Schwierig wird es aber, wenn es zweireihige Dachgauben gibt oder Dachfenster zu Lichtbändern zusammenwachsen.“ Genaueres müsse eine Ortsgestaltungssatzung regeln, kein Rahmenplan.

Nach Vorlage der Bestandserhebung steht jetzt die Entwicklungsfrage an. Dabei wird geklärt, wie viel Nachverdichtung der Ort verträgt. Bürgermeisterin Sandra Meissner (BV) kündigte an, die Räte bald zu einer Arbeitssitzung mit der Architektin einzuladen. Dabei sollen konkrete Ziele formuliert werden sollen.  mjk

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