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Endlich Frauenpower bei der Feuerwehr Kottgeisering

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Von: Max-Joseph Kronenbitter

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Retten, löschen, bergen, schützen: Das machen in Kottgeisering jetzt auch Frauen. Lilly Bauer (v.l.), Florina und Elena Kronenbitter sowie Cora Timper haben kürzlich ihre Truppfrau-Ausbildung beendet. Bis dato war die örtliche Feuerwehr fest in Männerhand.
Retten, löschen, bergen, schützen: Das machen in Kottgeisering jetzt auch Frauen. Lilly Bauer (v.l.), Florina und Elena Kronenbitter sowie Cora Timper haben kürzlich ihre Truppfrau-Ausbildung beendet. Bis dato war die örtliche Feuerwehr fest in Männerhand. © mjk

Die vorletzte Männer-Bastion im Ort ist gefallen: Nach der erfolgreich bestandenen Truppfrau-Ausbildung gibt es jetzt erstmalig in der Kottgeiseringer Feuerwehr auch Frauen.

Kottgeisering – Lilly Bauer, Cora Timper, Elena und Florina Kronenbitter freuen sich mächtig, künftig mit ausrücken zu dürfen.

„Die Ausbildung war ziemlich fordernd, hat aber viel Spaß gemacht“, stellt die 17-jährige Cora Timper fest. Die vier Mädels, die sich seit der gemeinsamen Kindergarten-Zeit kennen, mussten nicht lange überzeugt werden, zur Feuerwehr zu gehen. Freilich wollten sie wenn, dann alle vier gemeinsam bei den Brandbekämpfern anfangen. Wobei sie von ihren männlichen Kameraden sehr freundlich aufgenommen worden seien, wie sie unisono feststellen.

An der Wasserwacht in Grafrath absolvierten die 17- und 18-jährigen mit der „Wasserentnahme Amper“ ihre erste Übung als Truppfrauen. „Schaut a bissl auf unsere Mädels“, hatte der Kommandant Christian Bichler seine männliche Kameraden noch gebeten – um dann klarzustellen, dass man weniger auf sie aufpassen müsse, als vielmehr sich etwas abschauen könnte: „Die Vier kommen frisch vom Lehrgang, die wissen vielleicht mehr als ihr“, ergänzte er augenzwinkernd.

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Bichler hatte die ersten Frauen ohne zu zögern sofort eingestellt und in der Wehr willkommen geheißen. Und natürlich mit brandaktueller Einsatzkleidung ausgestattet. Damit hatten siee beim landkreisweiten Lehrgang neidische Blicke auf sich gezogen. Einzig die Dienstuniformen sind noch nicht beschafft, weil der übliche Kottgeiseringer Fundus bis dato nur über Männer-Jacken verfügt. Bis zum 150. Feuerwehrjubiläum der Jesenwanger Kameraden im kommenden Jahr soll aber auch das erledigt sein.

Mit dem weiblichen Zuwachs übersprang die Zahl der Kottgeiseringer Aktiven jetzt die 50er-Marke. „Ich sehe schon, um den Nachwuchs brauche ich mir bei den Kottgeiseringern keine Sorgen machen“, stellte Kreisbrandrat Christoph Gasteiger bei der Jahreshauptversammlung zufrieden fest. Freilich ist das jetzt erst der Start in die weitere Ausbildung. Im kommenden Jahr will der Kommandant dann gleich die Prüfung des Leistungsabzeichens für die vier Frauen und die weiteren Neuzugänge hinterherschieben. Die letzte Männer-Bastion im Ort ist jetzt übrigens der Männergesangverein.  mjk

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