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Trotz Schlaglöcher: Gemeinderat lehnt Spritzdecke ab

Kottgeisering – Bisher ist die Ortsverbindungsstraße von Kottgeisering in den Moorenweiser Ortsteil Brandenberg gekiest. Alois Schmid aus Brandenberg genügt das aber nicht. Er besteht darauf, die Strecke mit einer Spritzdecke auszubauen – der Gemeinderat stimmte dagegen.

Schon seit Jahren fordert Schmid den Gemeinderat auf, etwas gegen den – laut ihm – schlechten Zustand der Straße zu unternehmen. Er hatte sogar angeboten, die Kiesstraße selbst und auf eigene Kosten in einem nach seiner Ansicht ordnungsgemäßen Zustand zu halten. Dies hat ihm die Gemeinde aber untersagt.

Seitdem beobachtet er den Unterhalt der Straße durch die Kommune. Heuer habe er schon viele Schlaglöcher bemerkt, erklärt er in seinem jüngsten Brief. Damit die repariert wurden, habe er beim Landratsamt Alarm schlagen müssen. Die Recherche der Gemeindeverwaltung aber ergab, dass dies nicht so dramatisch gewesen sei. „Und der Ortsteil ist noch von zwei Seiten mit asphaltierten Straßen angebunden“, so Bürgermeisterin Sandra Meissner (BV).

Nun wollte sich Schmid erneut auf eigene Kosten um den Weg kümmern – auch um „Schäden an Reifen und Fahrwerken durch spitze Steine zu vermeiden“. Pro Tag wird die Straße von 130 Fahrzeugen befahren. Das ergab eine Verkehrszählung der Gemeinde Moorenweis.

Ein Sprecher erklärte, dass es von Seiten des Landratsamts „keine Einwände“ gegen einen Kompromiss zwischen Schmid und der Gemeinde gebe. Im Gegenteil: Es würde „grundsätzlich begrüßt, wenn sich eine Lösung zur Befestigung des Mittelstücks der Gemeindeverbindungstraße ergeben würde“, heißt es in einem Schreiben an die Rathauschefin. Doch davon waren die Räte weit entfernt. Sie wollen dem Antragsteller nicht einmal den Unterhalt auf seine Kosten gestatten.

„Für die Straße sind wir unterhaltspflichtig, dem kommen wir auch nach“, befand Manfred Ziegler (CSU). Denn die Frage sei, ob es fachgerecht gemacht werden würde und was versicherungstechnisch bei einem Unfall passiere. Winterdienst-Fahrer Wilhelm Huß konnte sich höchstens eine Spritzdecke auf dem steilen Teilstück direkt hinter dem Abzweig zum Großen Wertstoffhof vorstellen.

Auch dafür fand sich keine Mehrheit. Die Gemeinderäte wollen stattdessen mit einem Verkehrsschild auf den eingeschränkten Winterdienst aufmerksam machen.  mjk

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