So sieht der Adventskalender von innen aus – jeden Tag wird eine Überraschung gelüftet.
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So sieht der Adventskalender von innen aus – jeden Tag wird eine Überraschung gelüftet.

24 Fenster haben die Hallen zusammen

Feuerwehrhaus zum Adventskalender umgestaltet

  • vonMax-Joseph Kronenbitter
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24 Fenstersegmente hat das Feuerwehrhaus in Kottgeisering. Zur Weihnachtszeit passend gestaltete die Kulturreferentin die Fenster zu einen Adventskalender um.

Kottgeisering – Als ob es der Architekt des Kottgeiseringer Feuerwehrhauses, Christian Kronenbitter, beim Neubau im Jahr 1992 extra so geplant hätte: Die beiden Tore der Fahrzeughalle haben zusammen genau 24 Fenstersegmente. 28 Jahre später hat die Kulturreferentin Kirstin Kortländer die passende Anzahl erkannt und heuer erstmalig einen Adventskalender für das ganze Dorf gestaltet.

Kortländer ist ganz begeistert von dem neuen und besonderen Adventskalender für die ganze Gemeinde. Aber sie will sich nicht mit fremden Federn schmücken: „Die ursprüngliche Idee kam von meiner Grafrather Kollegin, der Kulturreferentin Sybilla Rathmann, die dort einen ähnlichen Kalender realisiert hat“, erzählt Kirstin Kortländer. Nach einem spontanen Aufruf in sozialen Netzwerken hatte sie innerhalb von drei Stunden Zusagen von 24 Künstlern, die ein Kalenderfenster gestalten wollten.

Genau 24 kleine Fenster hat das Feuerwehrhaus. So stimmungsvoll sah es aus, bevor das erste Fenster geöffnet wurde. Den Anblick hielt Kulturreferentin Kirstin Kortländer fest.

Die Künstler sind zwischen zwei und 60 Jahren alt. Ihre Vorlage war ein DIN-A 2 großes Papier. Außerdem hatte ihnen die Kulturreferentin ein Datum zugewiesen, für das sie etwas malen oder gestalten sollten. Das leere Papier mit Platz für viele Ideen überbrachte Kirstin Kortländer dann allen 24 Adventskalender-Mitmachern persönlich. Weitere Vorgaben gab’s keine, der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Jeden Tag wird ein Fenster umgedreht. Zum Vorschein kommen Zeichnungen und Gemälde, die zumeist von Kindern gefertigt wurden: Christbäume, Elche, ein Nikolaus, Schlitten, Sterne und Weihnachtskugeln.

Bauhofmitarbeiter Markus Schmitt öffnet vor seinem Dienstbeginn ein Fenster beziehungsweise dreht ein Bild um. Die Pferde kamen am 4. Dezember zum Vorschein.

„Unser Bild ist eine Familien-Gemeinschaftsproduktion mit den Kindern Emil und Lotta, die an einem Sonntagnachmittag entstand“, berichtet Markus Schmitt. Wegen einer besonderen Überraschung darauf wird dieses Bild erst am 24. Dezember umgedreht. Wochentags sperrt Markus Schmitt vor seinem Dienstbeginn als Bauhofmitarbeiter das Feuerwehrhaus auf und dreht das entsprechende, von innen an die Fenster geklebte Bild um. Am Wochenende übernimmt das Kirstin Kortländer selbst.

Viel Lob für die Aktion gab es auch vom Bürgermeister: „In einer Zeit, wo kulturell nicht viel stattfinden kann, ist das eine sehr schöne Sache“, findet Andreas Folger (Bürgervereinigung). Er hat schon viele Großeltern mit ihren Enkeln vor dem Feuerwehrhaus stehen sehen. Der Bürgermeister verwendet sogar ein Foto von dem Adventskalender für seinen Weihnachtsbrief an die Kottgeiseringer.

„Durch eine zusätzliche Beleuchtung kann man sich bei einem gemütlichen Spaziergang zum Feuerwehrhaus auch noch abends den Adventskalender anschauen“, empfiehlt die Kulturreferentin. Und wenn es, wie gleich am 1. Dezember und auch jetzt wieder, frisch geschneit hat, sei die Szenerie noch einmal schöner.

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