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Trinkwasser

Haushalt Kottgeisering

Fürs Wassernetz geht es an die Reserven

Straßen- und Breitbandausbau, Grunderwerb und die Ertüchtigung des Wasserleitungsnetzes sind die Topthemen im Kottgeiseringer Haushalt. Dafür greift die Gemeinde tief in den Säckel.

KottgeiseringSeit sechs Jahren ist die Gemeinde schuldenfrei. Doch für die vielen Investitionen muss nun mehr Geld eingeplant werden. Von einer „nicht so entspannten Finanzlage wie im Vorjahr“ schreibt daher auch Kämmerin Kerstin Heldeisen im Vorbericht zum Haushaltsplan.

Baumaßnahmen im Unterhalt des Wasserleitungsnetzes – sprich der Austausch der alten Asbestzementrohre durch neue Rohre gleichen Durchmessers – sind genauso unausweichlich wie investive Maßnahmen, wenn zum Beispiel künftig Rohre größeren Durchmessers vergraben werden. Die Unterscheidung war Gabi Golling (Grüne) wichtig, weil Unterhaltsmaßnahmen voll in die Kalkulation des Wasserpreises eingerechnet werden, während investive Kosten nur mit Abschreibung und Verzinsung im Wasserpreis Niederschlag finden. Ziel der Baumaßnahmen sei es, Wasserverluste zu reduzieren, Rohrbrüche zu vermeiden und die Löschwasserversorgung sicherzustellen.

Weil das allgemeine Rücklagenkonto nicht vollständig geplündert werden soll, schlägt die Kämmerin eine Entnahme von rund 825 000 Euro vor (700 000 Euro sollen dann am Ende des Jahres noch übrig sein). Zusätzlich ist eine Kreditaufnahme von 600 000 Euro geplant, die als Förderkredit mit niedrigeren Zinssätzen oder als normaler Kommunalkredit mit höheren Zinsen, aber längerer Zinsbindung laufen soll.

Eine deutlicher Anstsieg der Schulverbandsumlage (128 000 statt wie im laufenden Jahr 118 000 Euro) kommt auf die Ampermoosgemeinde wegen des Umbaus der Grafrather Schule zur offenen Ganztagesschule im Jahr 2019 zu. Ein Jahr später soll die Umlage nochmals auf 149 000 Euro steigen.

Beim Durchforsten des Haushaltsplanentwurfs fiel den Räten auch ein ganz neuer Ausgabeposten auf: Künftig muss die Gemeinde an den Abwasserzweckverband eine Gebühr für die Oberflächenentwässerung gemeindlicher Flächen zahlen.

Spendabel zeigten sich die Räte gegenüber den Feuerwehrleuten: 33 Kameraden dürfen ihre bis zu 30 Jahre alten Jacken endlich ausrangieren. Feuerwehrkommandant Christian Bichler hatte die historische Einsatzkleidung in der Sitzung präsentiert. Dabei betonte er, dass sie nicht mehr zulässig sei, oder bei der Verkehrsabsicherung infolge fehlender Warnstreifen nur mit Überwurfjacke getragen werden dürfe. Maria Klotz (BV) befand, dass man diese Investition der Sicherheit und dem Einsatz der Freiwilligen schulde.

Kurzfristigen Finanzbedarf sah Kindergartenreferentin Kirsten Korthländer (CSU) beim Ersatz einiger Ausrüstungsgegenstände im Freispielbereich des Kindergartens. Manfred Ziegler (CSU) wollte die Dorferneuerung am Laufen halten und schlug 10 000 Euro Planungskosten für den Ausbau der Jesenwanger Straße ab 2020 vor. (mjk)

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