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An der Villenstraße Süd könnte sich zukünftig nicht störendes Gewerbe ansiedeln. 

Kottgeisering

Gewerbe im Wohngebiet – neue Pläne sollen das ermöglichen

Was eigentlich nur eine Änderung des alten Bebauungsplanes sein sollte, entpuppt sich als Neufassung. 

Kottgeisering – Landschaftsarchitektin Christine Kneucker vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum stellte im Gemeinderat erstmalig ihre Vorschläge zum Gebiet „Am Gereut/Villenstraße Süd“ vor.

Auslöser für die Überarbeitung waren einzelne Bauanträge, deren Bauvolumen nicht mehr mit den üblichen, minimalen Befreiungen der Richtlinien des alten Bebauungsplanes vereinbar waren. Weil eine Nachverdichtung aber sinnvoller ist, als das Bebauen der Randbereiche, entschloss sich der Gemeinderat, das ganze Gebiet grundsätzlich zu überplanen.

Vor allem bei Art und Maß der Nutzung, sowie im Geltungsbereich soll der aus den 1970er-Jahren stammende Bebauungsplan geändert werden. Aus dem reinen Wohngebiet könnte künftig ein allgemeines Wohngebiet werden. Nicht störendes Gewerbe wäre so zulässig. „Damit soll der Schlafdorf-Charakter des Gebietes verhindert werden“, so die Planerin.

Sie schlug außerdem vor, Ferienwohnungen zuzulassen. Dies stieß bei den Räten auf Zustimmung. Oskar Ostermeir (CSU) wollte die Idee auch auf Tagesmütter ausweiten.

Zur Diskussion steht auch, in jedem Einzelhaus künftig drei, in einer Doppelhaushälfte zwei Wohneinheiten zu erlauben. Dies führe unweigerlich zu einem erhöhten Stellplatzbedarf, der über eine Satzung in der Gemeinde aber geregelt ist. Zusätzliche Baufenster könnten in der Villengegend zu Abholzaktionen von gebietsprägenden Altbäumen führen. Deswegen wurde die Kartierung und Erhaltung wichtiger Bäume angeregt.

Obwohl das Bebauungsplangebiet vor allem in Richtung Bahnhof Grafrath vergrößert wurde, liegt es noch in dem Rahmen, der für ein beschleunigtes Verfahren mit frühzeitiger Bürgerbeteiligung möglich ist. „Trotzdem schlage ich eine öffentlichen Veranstaltung vor, um die Änderungen vorzustellen“, sagte Christine Kneucker. Zunächst will sich der Gemeinderat das Gebiet gemeinsam anschauen, hauptsächlich unter dem Blickwinkel der Parkraumsituation und des Altbaumbestandes.(mjk)

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