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Gruppenbild der Gründungsmitglieder mit den Mandatsträgern (v.l.): Ortsvorsitzender Markus Hufnagel, Altbürgermeister Josef Drexler mit Gattin Ingeborg, Ferdinand Scholz, Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler, Johann Bals, Landtagsabgeordneter Thomas Goppel, Oskar Ostermeir, Josef Schmid, Rupert Schmid, Bezirksrat Josef Loy und Landtagsabgeordneter Alexander Dorow. 

Jubiläum

Gründung der CSU rettet einst Kottgeiseringer Selbstständigkeit

Der unbedingte Wille Kottgeiserings, selbstständig zu bleiben und dafür alle mögliche politische Unterstützung zu holen, war wohl der wichtigste Grund für die Gründung des CSU-Ortsverbandes. 

Kottgeisering – Zu dessen 40. Geburtstag konnte der vor wenigen Monaten neu gewählte Vorsitzende Markus Hufnagel neben zahlreichen Mandatsträgern noch sieben Gründungsmitglieder in der italienischen Sportgaststätte begrüßen.

Die Gemeindegebietsreform geisterte wie ein Schreckgespenst durch Kottgeisering. Der Ort war 1977 zu klein, um selbstständig zu bleiben. Eine Eingemeindung nach Türkenfeld oder Grafrath drohte. „Mit der Gründung eines eigenen Ortsverbandes wollten wir überörtliche Kontakte knüpfen und die Kommunalpolitik aktiver mitgestalten“, erinnerte sich Josef Drexler in seinem geschichtlichen Exkurs. Dazu traten die Kottgeiseringer aus dem Grafrather CSU-Ortsverband aus, nicht zuletzt deswegen, weil sie ihre Interessen nicht mehr so gut vertreten sahen. Den Vorsitz übernahm Drexler die ersten acht Jahre selbst – solange, bis er zum Bürgermeister gewählt wurde.

Die Rettung der Selbstständigkeit gelang also mithilfe zahlreicher CSU-Mandatsträger – auch der spätere Ministerpräsident Franz Josef Strauß setzte sich dafür ein. Der Clou war nämlich, die Gemeindegrenzen zu Lasten Grafraths so zu ziehen, dass die Villengegend fortan nach Kottgeisering gehörte. Was wiederum einigen ehemaligen Grafrathern, allen voran dem Senator Karl-Heinrich Wirschinger nicht gefiel, weil er nicht in dem Bauerndorf Kottgeisering wohnen wollte.

An seine erste Ortspartei-Versammlung im Gasthaus Schilling konnte sich Thomas Goppel, der damals schon Landtagsabgeordneter war, noch genau erinnern. „Weil ich zuvor Morddrohungen erhalten hatte, hat man mir drei Polizisten zur Begeitung geschickt“, so Goppel.

Mit derartigen Memoiren konnte Landtagsabgeordneter Alexander Dorow nicht aufwarten. Dafür beeindruckte ihn, dass ein paar CSUler zu Zeiten des RAF-Terrorismus und einer SPD-geführten Bundesregierung einen eigenen Ortsverband gründeten.

Die neue Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler aus dem Nachbarort Türkenfeld stellte fest, dass jede politische Ebene vom Ort bis zum Bund beim 40. Gründungsjubiläum vertreten sei. Zwei Aufträge gab Josef Drexler dem heutigen Vorstand mit: wieder einen Kreisrat entsenden und wieder den Bürgermeister stellen. Beides kann mangels Kandidaten seit drei Jahren nicht sichergestellt werden. Zur Unterhaltung trugen die Hörbacher Rassoräuber (Musik) und Thomas Goppel bei. Max-Joseph Kronenbitter

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