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Die Kottgeiseringer Grünen fordern ein Windrad. 

Gemeinderat

Grüne fordern Windrad für Kottgeisering

  • vonMax-Joseph Kronenbitter
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Ein Windrad für Kottgeisering ist eine der Forderungen der Grünen-Gemeinderatsfraktion, um die Klimaziele des Landkreises bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Die Anzahl der Mitstreiter für diese Idee ist im Klimaausschuss derzeit jedoch überschaubar.

Kottgeisering – Premiere im Kottgeiseringer Gemeinderat: Zum ersten Mal trat der von den Grünen geforderete Klimaschutzausschuss zusammen. Jede der fünf im Rat vertretenen Fraktionen hat dafür einen Vertreter bestimmt.

Der Ausschuss kann nur über vorbereitende Empfehlungen an den Gemeinderat beschließen, getagt werden soll unter dem Vorsitz von Bürgermeister Andreas Folger (BV) bedarfsabhängig. Zunächst wollte Folger aber in einer Aussprache die Vorstellungen der einzelnen Vertreter zur künftigen Zusammenarbeit sondieren – wobei schnell unterschiedliche Vorstellungen zutage traten.

Während Ausschuss-Initiatorin Gabi Golling (Grüne) gleich die großen Kuchen backen wollte („Ich fordere ein Windrad in Kottgeisering“), sprach sich Stefan Schleibner (SPD) dafür aus, mehrheitsfähige Ideen auf kommunaler Basis zu finden und nicht exotische Ziele in Grundsatzdiskussionen zu formulieren – wenngleich ein Windrad schon vor Jahren einmal in der Diskussion war.

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Katrin Kronenbitter (BV) und Christian Bichler (CSU) forderten genauso zu überlegen, wie der ständig steigende Energiekonsum gebremst werden könnte. „Viel geholfen wäre schon, wenn jeder einzelne eine Photovoltaik-Anlage auf seinem Dach installieren würde, dann muss man nicht die Landschaft damit zupflastern“, so Bichler. „Denn wir haben auch eine Verantwortung, wie Kottgeisering einmal ausschaut“.

Gabi GollingGemeinderätin der Grünen

Gabi Golling meinte dagegen, dass Windräder und Solar-Anlagen in der Landschaft im Vergleich zu Kohle- und Atomkraftwerken das kleinere Übel seien, das jeder in Kauf nehmen müsse, um die große Klimakatastrophe durch die Erderwärmung zu vermeiden. „Wir müssen die drei Themen Energiespeicherung, Sonnen- und Windenergie nur wollen, denn Lösungen gibt es bereits“, so die Grüne weiter.

Alexandra Stumbaum (Freie Wähler) forderte konkrete Projekte, die mit Hilfe eines Experten umsetzbar sind. Skeptisch über die Windrad-Initiative zeigte sich auch Rathauschef Folger: „Kottgeisering wäre die erste Gemeinde in Bayern, die sich über die 10-H-Regelung des Freistaats hinwegsetzt.“

Um die grundsätzlichen Klimaschutz-Positionen auf eine breitere Basis zu stellen, wünschten sich die Räte, dass die Grünen als Ausschuss-Initiatoren konkrete Fragen schriftlich an die jeweiligen Fraktionen stellen. Nach interner Beratung gäbe es dann auch konkrete Antworten.

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