Das Nest in Kottgeisering
+
Das Nest in Kottgeisering

Kottgeisering

Im aufgeräumten Nest sollen die Störche kuscheln und Nachwuchs aufziehen

  • vonMax-Joseph Kronenbitter
    schließen

Frühjahrsputz im Storchennest in Kottgeisering: Rechtzeitig vor der Brutsaison schwangen sich Dieter Eder und Wilhelm Huß mittels eines Hubsteigers in luftige Höhen des Feuerwehr-Schlauchturms.

Kottgeisering - Die Kinderstube des vergangenen Jahres sollte zu der des laufenden Jahres umgebaut werden. „Es hat sich ganz schön viel Dreck in dem Nest angesammelt“, stellte Eder nach der Aktion fest. Ausgehärteter, mit Federn verklebter Vogelkot drohte das Nest zu einer Badewanne werden zu lassen, in der die zukünftigen Jungen bei stärkeren Regenfällen ersaufen könnten. Um den Nestbau-Start von Ehepaar Adebar auf der Stahlrohr-Grundkonstruktion zu erleichtern, schichteten Eder und Huß neue Äste und Laub auf das alte Nest (Foto rechts). „Freilich war das den beiden Störchen nicht gut genug, weshalb sie kurz darauf zu beobachten waren, wie sie das Nest mit ihren Schnäbeln weiter optimierten und zurechtzupften“, berichtet Storchenexperte Eder. Die beiden Rotstrümpfe – vermutlich dieselben der vorangegangenen Brutjahre – sind bereits aus dem Winterquartier zurückgekehrt. Weit weg können sie nicht gewesen sein, so Eders Vermutung, denn noch Ende 2020 hatte er sie zuletzt neben dem Feuerwehrhaus gesehen. Die Balz fiel relativ kurz aus – wenn sie überhaupt stattfand.

Dafür war bereits der Liebesakt zu beobachten – was Eder zuversichtlich stimmt, dass es zum vierten Mal kleine Klapperstörche geben wird. Spitzenreiter war das vergangene Jahr, in dem drei Jungtiere ein flugfähiges Alter erreichten. Spannend wird’s, ob auch das rund 50 Meter entfernte Nest auf dem Dach der Bücherei heuer erstmalig besetzt wird. Auch diese potenzielle Kinderstube wurde aufgemöbelt, harrt aber noch der gefiederten Gäste. Interessenten seien im vergangenen Jahr schon über dem Nest kreisend gesichtet worden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare