leitungen müssen saniert werden

In Kottgeisering ist das Löschwasser knapp

Kottgeisering – Wie steht es um die Löschwasserversorgung in Kottgeisering? Die Gemeinde hat die Situation von einem Ingenieurbüro untersuchen lassen, doch die Resultate sind bis dato ein gut gehütetes Geheimnis.

Bürgermeisterin Sandra Meissner hatte das Problem bei der diesjährigen Bürgerversammlung kurz angesprochen. Demnach existieren ein Löschwasser- und ein Trinkwasserkonzept, für das ein Ingenieurbüro den Zustand der Leitungen und den Durchfluss untersuchte. Auf der Basis dieser Gutachten soll entschieden werden, wann welche Leitungsabschnitte saniert werden.

Los geht es im nächsten Jahr mit der Wasserleitung vom Buskreisel Johannishöhe bis zur Eisenbahnbrücke. „Die Leitung wird ausgetauscht und größer dimensioniert“, sagte Meissner zum Tagblatt.

Allerdings ist offenbar dieser Teil des Netzes nicht der einzige, der Probleme macht. „Es gibt Bereiche, die nicht hundertprozentig der Norm entsprechen“, sagte Feuerwehrkommandant Christian Bichler und zählt neben der Johannishöhe und der Villenstraße die Kreuzackersiedlung und die Jesenwanger Straße auf. Dort liegt unter anderem das Sportlerheim, ein öffentliches Gebäude mit Gaststättenbetrieb und zufällig auch Gegenstand der Feuerwehrübung am vergangenen Freitagabend – zum Zwecke der Objekterkundung.

„Es gelten heute andere Normen als früher“, so der Feuerwehrkommandant zum Tagblatt. Für zwei Stunden müssten 80 bis 100 Liter Löschwasser vorgehalten werden. Wie viele es tatsächlich sind, will Bichler nicht sagen. „Das ist nicht offiziell.“ Klar sei, dass die Leitungen erneuert werden müssen. „Sie sind so alt, dass sie sich zusammenziehen wie ein Strohhalm, wenn man Wasser zieht.“ Im Falle eines Einsatzes könne man „bloß hoffen und zum lieben Gott beten“.

Bürgermeisterin Sandra Meissner betont, dass die 40 Kilometer Leitungsnetz der Gemeinde längst nach und nach hätten angegangen werden müssen. Hätte man in der Vergangenheit, so wie es sein sollte, kontinuierlich ein Prozent im Jahr ausgetauscht, wäre Kottgeisering jetzt up-to-date. „Aber was in 30 Jahren nicht passiert ist, kann man nicht in zwei Jahren nachholen. Wir fangen jetzt an, aber wir können nicht alles sofort machen.“

Bleibt die Frage, warum das Löschwasserkonzept geheim gehalten wird. Meissner nennt „schutzwürdige Interessen“ als Grund, ohne Näheres zu erläutern. Die Verwaltung habe die Nichtöffentlichkeit der Unterlagen empfohlen. Fragt man dort nach, wird man an die Bürgermeisterin zurückverwiesen – nur sie sei auskunftsberechtigt. (os)

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