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Kaum noch von einem erwachsenen Storch zu unterscheiden: Der Jungstorch von Kottgeisering. 

Kottgeisering

Jungstorch zu faul zum Fliegen – Eltern tricksen ihn aus

Das einzige Storchenbaby im Landkreis, das heuer alle Unbilden des Wetters überlebt hat, lebt in Kottgeisering. Inzwischen ist er aus dem Gröbsten raus, aber seine gefiederten Eltern haben es trotzdem nicht immer ganz leicht mir dem Nachwuchs.

Kottgeisering –  Dem Jungstorch gefällt es in dem Nest auf dem Schlauchturm nämlich so gut, dass er es gar nicht eilig hatte, fliegen zu lernen. „Damit hat er sich wirklich lange Zeit gelassen“, stellt Storchbeobachter Dieter Eder fest. Zwar hat der Jungvogel immer wieder seine Flügel getestet, aber zu mehr als zwei Meter über seinen Horst zu flattern hat es nicht gereicht.

Irgendwann gingen die Eltern dazu über, sich nicht mehr im Nest aufzuhalten. Stattdessen ließen sie sich auf den Dächern der Umgebung nieder. „Das sollte den Jungen wohl zu seiner ersten Flugstrecke locken“, vermutet Eder. Und tatsächlich: Vor kurzem brach der Nachwuchs zu seinen ersten Rundflügen auf.

Mit Mäusen gefüttert

Geschlüpft ist der Storchennachwuchs Anfang Mai. Er wurde seitdem fleißig vorwiegend mit Mäusen von den umliegenden Wiesen gefüttert. Für die Landwirte in und um Kottgeisering war es ein vertrautes Bild, wenn die Rotstrümpfe mit ihren großen Schnäbeln noch während der Grasmahd hinter dem Traktor umherschritten und neugierig den Boden absuchten. Storchenbeobachter Eder glaubte sogar zu beobachten, dass die Eltern die Futterrationen zuletzt einschränkten, um ihr Junges selbst zum Jagen zu bewegen.

Dorffest hat ihn nicht gestört

Größenmäßig ist der gebürtige Kottgeiseringer von erwachsenen Störchen kaum mehr zu unterscheiden, auch sein anfangs dunkelgrauer Schnabel färbt sich zunehmend rot. Das Unterhaltungsprogramm beim diesjährigen Dorffest unmittelbar am Boden vor seinem Nest hat ihn nicht weiter gestört. Noch kehrt er abends immer wieder zu seinem Schlauchturm-Ausguck zurück. In Kürze dürfte er aber mit seinen Eltern Richtung Süden aufbrechen – und in Kottgeisering die Hoffnung hinterlassen, dass er im nächsten Jahr wieder kommt.  (mjk)

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